„Treiber hinter der globalen Dynamik“ – Deutschland ist Weltmeister bei den Groß-Insolvenzen
Ein Beitrag von
Deutschland hat einen traurigen Titel errungen: Weltmeister der Großinsolvenzen von Unternehmen mit mindestens 50 Millionen Euro Umsatz. 94 solcher Groß-Insolvenzen hatte es 2025 gegeben, wie eine Analyse von Allianz Trade zeigt. Das waren noch einmal acht Prozent mehr als im Vorjahr, als 87 Groß-Insolvenzen gezählt worden waren.
Damit geht jede fünfte Groß-Insolvenz weltweit auf deutsche Groß-Unternehmen zurück, die Insolvenz anmelden mussten.
„Deutschland macht etwa ein Fünftel der weltweiten Fälle aus und ist damit einer der Treiber hinter der globalen Dynamik“, sagte Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Besonders betroffen von den Groß-Insolvenzen in Deutschland: der Dienstleistungssektor mit 14 großen Insolvenzen, darunter 9 Kliniken und Pflegeeinrichtungen, die Automobil- (12), Chemie- und Metallbranche (jeweils 11) gefolgt vom Baugewerbe (10) und dem seit Jahren kriselnden Einzelhandel (9). Insgesamt hatten die 94 Betriebe einen Umsatz von 12 Milliarden Euro vorzuweisen.
Experten warnen vor „Schneeballeffekt“ für noch mehr Insolvenzen
„Wenn es kracht, dann oft richtig. Wir sehen bereits seit vier Jahren deutlich ansteigende Großinsolvenzen, die 2025 den höchsten Stand seit 2015 erreicht haben – sowohl weltweit als auch in Deutschland“, so Milo Bogaerts weiter.
Und die Experten warnen vor einem „Schneeballeffekt“, wonach große Pleiten oft die Insolvenz kleiner Unternehmen zur Folge haben könnten: „Das Problematische an vielen Großinsolvenzen ist der mögliche Dominoeffekt auf die Lieferketten“, sagt Maxime Lemerle, Leiter der Insolvenzanalyse bei Allianz Trade. „Gerade kleine Unternehmen mit einer starken Abhängigkeit von wenigen großen Abnehmern sind hier gefährdet.“
Für das kommende Jahr sagen die Experten keine Entspannung voraus – insgesamt erwartet man für Deutschland einen leichten Anstieg auf 24.500 Insolvenzen.
Mehr NIUS: 426 Teil-Ausfälle pro Tag! Wie die Deutsche Bahn ihre Verspätungs-Statistik schönt
Mehr NIUS:
Stahl-Boss rechnet mit Klimapolitik ab: „Wir sind Opfer eines politischen Anschlags“
Nach Auto, Stahl und Energie streichen auch Pharma-Konzerne Investitionen in Deutschland
Wirtschaftsrat-Boss: „Ohne Kettensäge taumelt Deutschland in den Abgrund – und mit Kettensäge ebenso“
Amerika baut die KI-Zukunft mit Vollgas
SPD stellt sich hinter DGB-Steuerkonzept: Gesamtmetall stellt Zusammenarbeit mit dem DGB infrage
Europa-Chef des neuen E-Autos Chery: „Wir Chinesen führen die globale Autoindustrie an“
Kettensägen-Boss Stihl: „Merz schickt uns mit Bleiweste zum Schwimmen“
Reform-Kommission: Jetzt soll die „atmende Schuldenbremse“ Deutschland vor dem Absturz retten
Mehr NIUS:
Amerika baut die KI-Zukunft mit Vollgas
SPD stellt sich hinter DGB-Steuerkonzept: Gesamtmetall stellt Zusammenarbeit mit dem DGB infrage
Europa-Chef des neuen E-Autos Chery: „Wir Chinesen führen die globale Autoindustrie an“
Kettensägen-Boss Stihl: „Merz schickt uns mit Bleiweste zum Schwimmen“
Reform-Kommission: Jetzt soll die „atmende Schuldenbremse“ Deutschland vor dem Absturz retten
Nur noch 6 Prozent optimistisch: Absturz-Wirtschaft jetzt Sorge Nummer eins, dicht gefolgt von Migration
DIHK warnt vor nächster Gefahr für die Wirtschaft: Energiedeckel gefährdet Millionen Jobs
Arla übernimmt größte deutsche Molkerei: Milram wird dänisch
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare