McKinsey-Berater schlagen Alarm: Acht von zehn VW-Werken sollen geschlossen werden!
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In Zeiten sinkender Gewinne und wachsender Konkurrenz plant Volkswagen weitere Einsparungen. Wie die Bild berichtet, schlagen die Unternehmensberater von McKinsey dem Konzern vor, langfristig acht von zehn Autowerken in Deutschland aufzugeben.
Betroffen wären demnach Standorte wie Zwickau, Emden, Neckarsulm, Leipzig und sogar das Porsche-Werk in Stuttgart-Zuffenhausen. Die Schicksale von Komponentenfabriken in Kassel, Braunschweig, Salzgitter oder Chemnitz seien laut des Medienbericht ungewiss. Ziel sei es, die Rendite, die zuletzt unter drei Prozent lag, wieder anzukurbeln.
Auch Boston Consulting prüft Kostensenkungspotentiale
Der Konzernbetriebsrat reagiert empört auf die Spekulationen. Ein Sprecher bezeichnete die Berichte als „haltlose Spekulationen“ und rief den Vorstand auf, ihnen entschieden entgegenzutreten. „Denn wir sind hier nicht bei Wunsch-dir-was, sondern bei So-ist-es“, sagte er. Tatsächlich scheint eine Umsetzung unwahrscheinlich: Bis Ende 2030 gilt eine Beschäftigungssicherung, die im Tarifstreit Ende 2024 zwischen Vorstand und IG Metall vereinbart wurde. Betriebsratschefin Daniela Cavallo hatte alle VW-Standorte für sakrosankt erklärt und sich in den Verhandlungen weitgehend durchgesetzt.

Das Volkswagen-Werk im sächsischen Zwickau.
Dennoch könnte der McKinsey-Vorschlag strategisch motiviert sein. Beobachter sehen darin ein Signal an die einflussreichen Familien Porsche und Piëch, die eine Mehrheit der Stammaktien halten und bereits 2024 die Schließung großer Werke forderten. Der Plan diene möglicherweise als Extrem-Szenario, um in kommenden Sparverhandlungen mit dem Betriebsrat Kompromisse zu erzwingen – ein Effekt, den Verhaltensökonomen als „Decoy-Effekt“ beschreiben. Parallel prüfen Berater von Boston Consulting Group weitere Kostensenkungspotenziale.
Der Druck auf Konzernchef Oliver Blume wächst: Im vergangenen Jahr halbierte sich der Gewinn des größten europäischen Autobauers. Das Geschäft in China bröckelt, und die von US-Präsident Donald Trump im April eingeführten Autozölle kosteten allein fünf Milliarden Euro. Marken wie Audi und Porsche, einst Gewinngaranten, stecken in der Krise. Laut Berichten zielt Blume auf Einsparungen von sechs Milliarden Euro bis 2030 ab, möglicherweise sogar auf eine Kostenreduktion um 20 Prozent bis 2028. Die Marken sollen enger aus Wolfsburg gesteuert werden, mit mehr Kompetenzen für Blume.

Ein fertig produzierter Elektro-Bulli ID Buzz steht im Werk von Volkswagen.
In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wie der Konzern reagiert. Blume plant, so Bild, im Mai seine Strategie für einen schlankeren Volkswagen vorzustellen.
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