KISS-Legende Gene Simmons teilt gegen woke Künstler aus: „Macht eure Kunst und haltet das Maul!“
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Claudio CasulaDie allermeisten Showgrößen und Filmstars Amerikas positionieren sich politisch links und gegen Trump. Jetzt bekamen sie Gegenwind: Gene Simmons, Frontmann der Hard-Rock-Band KISS, beschied ihnen, ihre politischen Ansichten doch einfach für sich zu behalten.
Gene Simmons, Sänger, Bassist und Mitbegründer der Rock-Gruppe KISS, ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Schon vor Jahren sagte er über die ebenso opportunistische wie saturierte Künstlerszene: „Ich finde, Prominente sollten im Grunde ihre Klappe halten und das tun, was sie am besten können: schauspielern, singen, Stepptanz tanzen, mit Bällen jonglieren und all so was.“

So kennt man Simmons: als Kunstfigur „The Demon“ der Band KISS.
Der 1949 im israelischen Haifa als Sohn einer Holocaust-Überlebenden geborene Simmons (ursprünglicher Name: Chaim Witz) teilte auch den dem jüdischen Staat nicht wohlgesinnten Künstlern, die Israel boykottieren, schon recht unverblümt mit, dass sie keine Ahnung vom Nahen Osten hätten. Sie seien „Narren“ und „Idioten“.
„Niemand interessiert sich für eure Meinungen“
Jetzt triggerten ihn insbesondere Äußerungen der Schauspieler Ben Stiller und Mark Ruffalo, die regelmäßig verbal gegen Präsident Donald Trump stänkern – besonders nach den US-Luftangriffen auf das iranische Mullah-Regime. Stiller hatte Trump verboten, Szenen aus seinem Film „Tropic Thunder“ von 2008 für ein Video zum Angriff auf den Iran zu verwenden: „Wir haben euch nie die Erlaubnis gegeben und haben kein Interesse daran, Teil eurer Propagandamaschine zu sein. Krieg ist kein Film.“

Filmkomödien-Star Ben Stiller will nicht „Teil von Trumps Propagandamaschinerie“ sein.
Stillers Schauspieler-Kollege Mark Ruffalo hatte auf der Plattform X dazu aufgerufen, „Senatoren und Kongressabgeordnete anzurufen und zu sagen: Kein Krieg mit Iran!“
In einem Interview mit dem Klatsch-Magazin TMZ meint Simmons in einem sarkastischen Ton: „Klar, weil alle darauf hören sollten, was Schauspieler und Comedians sagen, weil die ja so qualifiziert sind.“ An Stiller und die Schauspieler-Riege gewandt sagte der Musiker: „Haltet einfach die verdammte Klappe. Macht eure Kunst und seid still. Niemand interessiert sich für eure Meinungen, und da bin ich auch gemeint. Wen ich wähle, wen ich gern habe. Was glaubt ihr, wer ihr seid?“
Simmons selbst hat eine differenzierte Sicht auf Trump. Zunächst war er froh über Trumps Sieg („Ich wollte nur nicht, dass Hillary Clinton gewinnt“) und zu Beginn von dessen erster Amtszeit habe er gedacht, es sei gut, wenn ein Geschäftsmann im Amt sei, später änderte er seine Ansichten – „so wie viele andere auch“.

Gene Simmons gehen Künstler mit überproportionierter Haltung auf die Nerven.
„Faschist“, „Gangster“, „Monster“: Alle gegen Trump
Inzwischen gehen ihm aber Künstler auf die Nerven, die sich selbst zu wichtig nehmen, als sei ihre politische Haltung von besonderem Belang, schon weil ihre Bekanntheit ihnen das Recht gebe, politische Statements vom Stapel zu lassen.
Ihnen sagte Simmons nun: „Für wen haltet ihr euch eigentlich? Die Menschen in Amerika arbeiten hart für ihren Lebensunterhalt, und sie wollen sich nicht von Leuten belehren lassen, die in Villen leben und Rolls-Royce fahren. Es ist Zeit, dass alle in der Unterhaltungsindustrie endlich die Klappe halten.“
Simmons meinte, es wäre am besten, wenn diese Entertainer einfach ihre Kunst machen würden, denn niemand interessiere sich dafür, was sie über den Krieg oder andere politische Themen denken – auch er nicht. Wenn Leute wie Stiller oder Ruffalo politische Kommentare abgeben, könne man genauso gut auch den „Keeping Up with the Kardashians“-Star Kylie Jenner fragen, was sie über den Krieg denke.
Immer wieder äußern sich TV-Stars wie Rosie O’Donnell oder Ellen DeGeneres heftig gegen Donald Trump. Zu den größten Trump-Bashern gehören Cher, die ihn mit Hitler verglich, George Clooney („Xenophober Faschist“) und Barbra Streisand („korrupt und skrupellos“). Robert De Niro titulierte den Präsidenten als „unverhohlener Rassist“, „Möchtegern-Gangster“ und „Monster“.
Der keilte zurück, nannte De Niro einen „kranken und geistesgestörten Menschen“, der, „wie ich glaube, einen extrem niedrigen IQ hat, der absolut keine Ahnung hat, was er tut oder sagt“.

Filmlegende Robert De Niro lieferte sich einen heftigen verbalen Schlagabtausch mit Donald Trump.
Nur wenige Promis machen den woken Zirkus nicht mit
Schon der britische Comedian Ricky Gervais hatte sich in seiner fulminanten Eröffnungsrede als Moderator bei der Golden-Globe-Gala 2020 an die versammelten Stars gewandt – mit diesen Worten:
„Wenn ihr heute Abend einen Preis gewinnt, benutzt ihn bitte nicht als Plattform für eine politische Rede. Ihr seid nicht in der Position, die Öffentlichkeit über irgendetwas zu belehren. Ihr wisst nichts über die reale Welt. Die meisten von euch haben weniger Zeit in der Schule verbracht als Greta Thunberg. Wenn ihr gewinnt: Kommt hoch, nehmt euren kleinen Preis entgegen, bedankt euch bei eurem Agenten und bei Gott – und geht wieder.“
Fraglich, ob sich Schauspieler, die ihre Prominenz ausnutzen, um politisch zu agitieren, solche Worte zu Herzen nehmen. Aber immerhin gibt es unangepasste Typen wie Gene Simmons oder Mel Gibson, der Kamala Harris den Intelligenz-Quotienten eines Zaunpfahls bescheinigte. Irgendjemand muss es Clooney, De Niro und den anderen einmal sagen; die Medien, die nach Anti-Trump-Statements gieren, werden es nicht tun.
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