Nach Messerattacke durch Sudanesen: Belfast in Flammen
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Nach einem Messerangriff durch einen sudanesischen Migranten ist es in Belfast zu schweren Ausschreitungen gekommen. Hunderte teils vermummte Demonstranten gingen auf die Straße, mehrere Häuser, Autos und ein Bus wurden in Brand gesetzt. Auch Polizeifahrzeuge gerieten ins Visier der Randalierer.
Auslöser der Unruhen war eine brutale Attacke auf einen Mann in einer Wohnstraße der nordirischen Hauptstadt. Der Verdächtige, ein 30-jähriger Sudanese mit unbefristetem Aufenthaltsrecht, soll seinem Opfer schwere Stichverletzungen im Gesicht, am Hals und am Rücken zugefügt haben. Gegen ihn wurde Anklage wegen versuchten Mordes erhoben.
Das Opfer, Stephen Ogilvie, befindet sich weiterhin in ernstem Zustand im Krankenhaus. Nach Medienberichten lebte er im selben Sozialwohnungsblock wie der Täter.

In mehreren Straßen wurden Wohnhäuser und Fahrzeuge angezündet.

Das Wrack eines ausgebrannten Linienbusses

Vermummte marodierten durch die Straßen, sollen auch Menschen bedroht haben.
Videos des Angriffs verbreiteten sich rasch im Internet und sorgten für Empörung. Am Abend versammelten sich Hunderte Menschen in Belfast, trotz Aufrufen der Politik zur Besonnenheit. Im Verlauf der Proteste eskalierte die Lage.
Vermummte sollen Migranten bedroht haben
In mehreren Straßen wurden Wohnhäuser und Fahrzeuge angezündet, Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Auch ein orientalischer Supermarkt sowie ein Linienbus wurden in Brand gesetzt. Laut BBC zogen Gruppen vermummter Männer durch Wohnviertel, beschädigten Häuser und riefen, sie wollten „die Ausländer rauswerfen“. Zudem soll es Kontrollpunkte gegeben haben, an denen Autos nach ausländischen Insassen überprüft wurden.
Nordirlands Regierungschefin Michelle O'Neill verurteilte die Ausschreitungen scharf. „Gruppen vermummter Männer, die Familien aus ihren Häusern vertreiben und diese anzünden, sind nichts anderes als abscheuliche Feiglinge“, erklärte sie.
Auch außerhalb Belfasts kam es zu Angriffen. In der Grafschaft Antrim wurde ein türkischer Friseursalon beschädigt. Darüber hinaus fanden in mehreren britischen Städten, darunter London, Glasgow und Southampton, Proteste gegen Einwanderung statt.
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