Land Berlin zahlt eine Million Euro, um den Drogenumschlagplatz Görlitzer Park zu bewachen
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Marc SierzputowskiDer berüchtigte Szenepark Görlitzer Park ist in Berlin längst als „Drogenpark“ bekannt. Für 2025 und 2026 zahlt das Land Berlin fast eine Million Euro an private Sicherheitsfirmen, die den Park bewachen sollen.

Die Berliner Polizei am Tag der Arbeit im Görlitzer Park
Seit 20 Jahren ist der Görlitzer Park in Berlin als Drogenumschlagsplatz bekannt. Jetzt macht der Berliner Senat ernst. Neben einem neuen Zaun sollen Sicherheitsfirmen den Park künftig sichern. Auf eine NIUS-Anfrage, wie hoch die Zahlungen an die Sicherheitsfirmen für die Bewachung des Parks sind, antwortet der Senat wie folgt: „Während der Bauzeit (ca. 6 Monate): 190.965,00 Euro netto, 2026 für Wachschutz und Miethäuschen: ca. 775.000 Euro“. In Summe gibt das Land Berlin damit fast eine Million Euro Steuergeld aus – um einen öffentlichen Park zu bewachen.
Zuletzt brach eine Diskussion darüber aus, ob der Park mit einem Zaun eingefasst werden soll. Linke Aktivisten protestierten auch nach Baubeginn weiter gegen den Zaun und sabotierten ihn sogar: Ein Teil des Zauns im Eingangsbereich wurde abmontiert und gestohlen, später fand man ihn in einem Kanal.

Linke Aktivisten bei einer Fahrraddemo im Görlitzer Park
Problematik des Parks
Der „Görli“, wie der Park liebevoll von Berlinern genannt wird, ist Spitzenreiter, wenn es um Straftaten geht. Im vergangenen Jahr erfasste die Polizei dort 936 Straftaten, 2023 waren es sogar 1.373. Das geht aus einer Antwort von Senat und Polizei auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hervor. Andere Parks kamen auf deutlich weniger Kriminalität. Neben dem Görlitzer Park hat keine andere Berliner Grünanlage mehr als 200 Anzeigen erfasst. Unrühmliche Spitze. Neben dem schlechten Ruf eilt dem Park auch eine berüchtigte Drogenszene voraus, die die Anlage überschattet. Nicht nur Drogenhandel, sondern auch sogenannte Beschaffungskriminalität regiert die Grünanlage.
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