Karneval der Kulturen fehlen 250.000 Euro – auch für „Straßen-Absperrmaterial wie etwa Poller“
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RedaktionDem jährlich stattfindenden „Karneval der Kulturen“ in Berlin fehlen 250.000 Euro. Es geht um „zusätzliche Toiletten, ein erweitertes Müll- und Entsorgungskonzept, Maßnahmen zum Schutz der Grünflächen entlang der Umzugsstrecke sowie weitere Sicherheitsvorkehrungen für alle Beteiligten“, heißt es seitens der Veranstalter. Werden ausgerechnet Anti-Terror-Sicherheitskosten zum Sargnagel des bunten Straßenfests?
Wie der rbb berichtet, seien 1,4 Millionen Euro Steuergeld für den Karneval vorgesehen. Kulturstaatssekretärin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) sei dem Sender zufolge zudem im Gespräch mit der Innenverwaltung und der Wirtschaftsverwaltung. „Es geht darum, ob sie Straßenabsperrmaterial wie etwa Poller zur Verfügung stellen beziehungsweise Reinigungskosten durch die BSR ganz oder teilweise übernehmen können. Eine Antwort steht noch aus“, schreibt der rbb. 250.000 Euro fehlen nach Angaben der Veranstalter. „Die Gründe seien steigende Preise, Löhne und Auflagen, etwa die Auflage, mehr Toiletten aufzustellen“, so der Sender.
„Helft mit, Vielfalt sichtbar zu machen“
Immer wieder kommt es bei öffentlichen Veranstaltungen wegen gestiegener Sicherheitskosten zu Komplikationen, etwa beim abgesagten Public Viewing zur WM 2026 auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg (NIUS berichtete).
Doch auch beim Karneval der Kulturen scheinen Sicherheitsmaßnahmen die Kosten in die Höhe zu treiben. Die „Heimatklänge Foundation“ sammelt bereits Spenden für den Karneval. Im Gegensatz zur Veranstaltungsseite und zum rbb erwähnt die Stiftung dabei allerdings nicht die erforderlichen Zufahrtssperren und sorgt damit für die nötige Ironie.

(Quelle: https://hk1988-foundation.org/)
„Helft mit, Vielfalt sichtbar zu machen und Begegnung möglich zu halten“, schreibt die Stiftung unter ihrem Spendenaufruf und referenziert damit unbewusst die „sichtbare Vielfalt“ in Form von Anti-Terror-Pollern, die eine „Begegnung“ im von Migration gefährdeten Deutschland erst möglich machen.
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