„Auf Steinzeit-Niveau“: RKI-Modellierer glaubte selbst nicht an Rechnungen, mit denen wir alle eingesperrt wurden
Ein Beitrag von
Sie verfasste die einflussreichste Lockdown-Studie Deutschlands, lieferte die wissenschaftliche Legitimation für das Einsperren der Bevölkerung in der Corona-Zeit und war eine der engsten Beraterinnen von Bundeskanzlerin Angela Merkel: die Physikerin Viola Priesemann. NIUS liegen exklusiv Nachrichten vor, die zeigen, dass einer ihrer Mitstreiter, der RKI-Modellierer Dirk Brockmann, Priesemanns fachliche Expertise stark anzweifelte und auch von der restlichen deutschen Modellierer-Szene nur wenig hielt.
„Modellierung auf Steinzeit-Niveau“, „alles Neulinge“, „Kreisklasse“: Die Worte, die der Physiker Dirk Brockmann über die deutsche Modellierer-Szene äußert, sind vernichtend. Dabei trugen die theoretischen Simulationen von Viola Priesemann und Co. maßgeblich dazu bei, dass dem ersten Lockdown in Deutschland eine große Effektivität zugesprochen wurde, und das vermeintlich so wirksame Maßnahmenbesteck auch während der folgenden Infektionswellen wieder gezückt wurde.

Brockmann im Oktober 2020 im Talk bei Markus Lanz.
Brockmann selbst war einer der Hardliner der Corona-Zeit, Anhänger der totalitären No-Covid-Bewegung und leitete die Projektgruppe epidemiologische Modellierung von Infektionskrankheiten am Robert-Koch-Institut. Im vergangenen März wurde er in den Expertenrat der Bundesregierung für „Gesundheit und Resilienz“ berufen.
Lesen Sie auch: Entschwärzte Dokumente belegen: Das RKI war der Erfüllungsgehilfe der Corona-Politik!
„Prognosen länger als eine Woche sind nicht seriös“
NIUS liegen exklusiv Chat-Nachrichten aus dem Mai 2021 vor, die belegen, dass er alles andere als überzeugt war von der fachlichen Expertise der deutschen Top-Modellierer: „Fakt ist, die Modellierung von Infektionskrankheiten ist in Deutschland auf Steinzeit-Niveau. Im Vergleich zum Beispiel zu Großbritannien“, heißt es darin. Und: „Priesemann, die Leute vom RKI und Kai Nagel von der TU haben vor 2020 noch nie sowas gemacht. Alles Neulinge. Ich habe im März 2020 gesagt, Prognosen länger als eine Woche sind nicht seriös.“



Rückblick: Im Mai 2020 publizierte Viola Priesemann eine Studie, die dem vorangegangenen Lockdown eine große Wirkung zusprach. Priesemann ging von der vollkommen realitätsfremden Annahme aus, dass die Viruswelle ohne Maßnahmen exponentiell angestiegen wäre und fast die komplette Bevölkerung auf einmal infiziert hätte – bis zum Erreichen einer Herdenimmunität.

Die Physikerin Viola Priesemann saß im November 2020 in der ARD-Talkshow Anne Will.
Das Wissen, dass Infektionskurven immer nach einiger Zeit brechen und niemals die gesamte Bevölkerung erfassen, fehlte ihr offenbar, hatte sie sich als fachfremde Physikerin bis dahin vor allem mit der Funktionsweise neuronaler Netzwerke beschäftigt.

Grafische Darstellung aus Priesemanns Lockdown-Studie. Die Physikerin hielt eine exponentielle Verbreitung des Corona-Virus für möglich, sofern keine Maßnahmen ergriffen würden.
Priesemanns Studie verkennt außerdem, dass der für die Infektionsdynamik entscheidende R-Wert bereits wieder unter eins lag, bevor der erste Lockdown in Deutschland überhaupt begonnen hatte. Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Personen eine infizierte Person ansteckt. Liegt er über eins, steigen die Zahlen, liegt er unter eins, sinken sie. Heißt im Klartext: Die Welle befand sich bereits im Abklingen.
„Völlig unbekannt in der Szene“
Priesemanns fehlende Erfahrung in Sachen Modellierung prangert auch Brockmann in dem Chat an, der NIUS vorliegt: „Viola ist sehr gut. Aber außerhalb Deutschlands völlig unbekannt in der Szene. Sie hat letztes Jahr ihre erste Publikation dazu gemacht“. Wissenschaftler in anderen Ländern seien eine „ganz andere Liga“, so Brockmann. „In der Wissenschaftsszene wird Deutschland auf dem Gebiet belächelt. Ist ein bisschen traurig. Deutschland ist nur Mittelmaß, denkt aber, es ist ganz toll.“



Dass viele Prognosen nicht eingetroffen seien, liege auch an dem Phänomen, das gemeinhin als Präventionsparadoxon bekannt ist, erklärt Brockmann weiter: Die Menschen ändern ihr Verhalten, sodass die prognostizierte Katastrophe doch nicht eintritt. Die Kommunikation dieser Unwägbarkeit lief Brockmanns Einschätzung zufolge allerdings alles andere als optimal: „Das muss aber immer kommuniziert werden. Und das machen Anfänger halt falsch. Geschieht in UK nie. Auch nicht in den USA. In Deutschland spielen wir Kreisklasse auf dem Gebiet Modelling. Ist scheiße, aber wir können nicht so gut interdisziplinär arbeiten hier.“

Auch eine mangelhafte Selbstkritik und Fehlerkultur prangert Brockmann an: „Das Schlimme ist, dass in Deutschland nicht so gern Fehler zugegeben werden und deshalb immer wieder die gleichen gemacht werden.“
Auf eine NIUS-Anfrage dazu, wie er zu seinen Aussagen von damals steht, reagierte Brockmann nicht. Das RKI antwortete, wollte sich inhaltlich allerdings nicht einlassen: „Das RKI kommentiert etwaige Bewertungen Dritter nicht.“
Mehr NIUS: Unzensierte RKI-Protokolle entlarven Regierungs-Lüge der „Pandemie der Ungeimpften“
Mehr NIUS:
Das Virologen-Kartell: Warum wollten sie den Laborursprung verschleiern?
Neue Enthüllungen zur Labortheorie des Coronavirus: Welche Rolle spielte Drosten in der Fauci-Verschwörung?
Wurde die wahre Corona-Ursache jahrelang vertuscht?
Früherer US-Chefvirologe Fauci soll Wuhan-Forschung finanziert haben, aus der Covid entstand
Brisante Corona-Enthüllung von Ex-Pfizer-Toxikologe: Bei geimpften Ratten stieg die Fehlgeburtenrate
Schwerbehindert nach BioNTech-Impfung: Der Fall Maddie de Garay – und was er über Big Pharma verrät
Pfizer-Insider schätzt zwischen 20.000 und 60.000 Corona Impftote in Deutschland
Kritische Corona-Studie auch im Mainstream erschienen: Forscher fordern „bessere Überwachung nach Impfungen“
Mehr NIUS:
Früherer US-Chefvirologe Fauci soll Wuhan-Forschung finanziert haben, aus der Covid entstand
Brisante Corona-Enthüllung von Ex-Pfizer-Toxikologe: Bei geimpften Ratten stieg die Fehlgeburtenrate
Schwerbehindert nach BioNTech-Impfung: Der Fall Maddie de Garay – und was er über Big Pharma verrät
Pfizer-Insider schätzt zwischen 20.000 und 60.000 Corona Impftote in Deutschland
Kritische Corona-Studie auch im Mainstream erschienen: Forscher fordern „bessere Überwachung nach Impfungen“
Spektakuläre Abrechnung des ehemaligen Chefs der obersten US-Seuchenschutzbehörde: „Es war wahrscheinlich falsch, es als Impfstoff zu bezeichnen..“
Corona-Scharfmacher schäumen über Kennedy-Brief an Nina Warken
25 Kinder tot wegen Corona-Impfung – Biontech bricht an der Börse ein
Janina Lionello
Artikel teilen
Kommentare