Lauterbach will Corona-Aufarbeitung „ohne Schuldzuweisungen“
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Tja, wen wundert’s ...
Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich für eine Aufarbeitung der Corona-Politik „ohne Schuldzuweisungen“ ausgesprochen.
„Ich bin für die Aufarbeitung – aber anders, als viele sich das vorstellen“, sagte der SPD-Politiker dem Handelsblatt. Es gehe nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Lehren für künftige Krisen.
„Es gab keine Hintergedanken“
Es sei falsch, diejenigen, die damals eine vorsichtige Politik betrieben hätten, mit dem Argument zu kritisieren, dass die Pandemie gar nicht so gefährlich gewesen wäre und es die Vorsicht nicht gebraucht hätte. Auch der Vorwurf, dass der Staat die Bürger schikanieren wollte, sei falsch. „Es gab diese Hintergrundgedanken nicht. Wir haben immer versucht, die Bevölkerung zu schützen“, sagte Lauterbach.

Im Dezember 2021 impfte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach – damals frisch im Amt – eigenhändig ein Kind, um Eltern zum Impfen zu motivieren.
Wenn es nach Lauterbach geht, sollte aufgearbeitet werden, ob die eingesetzten Instrumente „medizinisch richtig“ gewesen seien und wie man in künftigen Krisen eine Polarisierung der Debatte verhindern könne, wie sie während der Corona-Pandemie stattfand.
Die Corona-Politik verantwortete im Kern das Gesundheitsministerium, zur Zeit des Corona-Ausbruchs und der ersten Verbreitungswellen in Deutschland von Jens Spahn (CDU) geführt. Nach der Bundestagswahl 2021 übernahm Lauterbach. Lauterbach war während der Coronakrise immer wieder durch geradezu fanatisches Befürworten von Impfen und Maskenpflicht aufgefallen. Unter anderem hatte er behauptet, die Impfung gegen das Coronavirus sei „nebenwirkungsfrei“.

Auch bei Erwachsenen legte Lauterbach Hand an.
Die Ampel-Koalition ist sich über die Art der Aufarbeitung nicht einig. Die FDP will eine Enquete-Kommission des Bundestags, der SPD wäre ein Bürgerrat aus zufällig ausgewählten Teilnehmern lieber.
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