Lauterbachs Medikamenten-Flop: Fast die Hälfte des Covid-Medikaments Paxlovid blieb unverkauft und ist nun abgelaufen
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Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte Ende 2021 für das „extrem vielversprechende“ Covid-Medikament Paxlovid geworben. Zusammen mit den Impfungen würde es helfen, schwere Krankheitsverläufe zu verhindern. Die Bundesregierung kaufte eine Million Packungen. Fast die Hälfte von ihnen sind noch immer Ladenhüter und mittlerweile abgelaufen.
Paxlovid nun zum vierten Mal abgelaufen
Es ist das unzähligste Mal, dass sich die Entscheidungen des Gesundheitsministers während der Pandemie als kurzsichtig, falsch und schädlich herausstellen. So auch beim Kauf des Medikamentes Paxlovid. Mindestens 500 Millionen Euro zahlte die Regierung dem Pharmakonzern Pfizer für eine Million Packungen. 430.000 Packungen lagern seit der Anschaffung in Regalen und sind nun zum vierten Mal abgelaufen.

Es wurde als „vielversprechend“ angepriesen und war dennoch ein Flop.
Bereits im September 2022, im Februar 2023 und schließlich im Mai 2023 wurde die Haltbarkeit verlängert. Ob das Bundesgesundheitsministerium nun erneut das Ablaufdatum ändert oder die verbleibenden Packungen im Februar vernichtet, ist noch unklar.
Andere Länder kauften deutlich weniger
Andere Länder hatten weitaus bescheidener beim noch unerforschten Medikament zugegriffen. Frankreich orderte 500.000 Packungen, Italien 600.000, Spanien 340.000, die Schweiz sogar nur 12.000. Großbritannien hingegen kaufte 2,5 Millionen.
Für den Einkauf gab Deutschland zwischen 500 und 660 Millionen Euro aus. Das geht aus einer Anfrage der Welt an die britische Analyse-Firma Airfinity hervor. Demnach läge der Wert der nicht verkauften Dosen bei mindestens 280 Millionen Euro.

Leider nicht kompatibel mit einem Großteil von häufig eingenommenen Medikamenten.
Lauterbach wollte Prämie für Verschreibung
Um das unpopuläre Präparat unter die Leute zu bringen, hatte Lauterbach eine Prämie von 15 Euro für jede Verschreibung angeordnet. Schließlich wollte er es im September 2023 den Long Covid-Patienten unterjubeln. Allerdings fanden Forscher der University of Washington heraus, dass Paxlovid Long Covid weder verhindert noch bestehende Symptome lindert.
Von Anfang an zweifelten Experten den Nutzen des Medikaments an. Nicht nur die geringe Kompatibilität mit anderen Arzneimitteln, zum Beispiel gegen Bluthochdruck, Krebs oder Depressionen, sorgten für Kritik, auch Nebenwirkungen wurden bemängelt.
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