Nach Veröffentlichung von RKI-Dokumenten: Habeck will Corona-Politik aufarbeiten
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Dass eine Aufarbeitung der Corona-Politik wirklich noch stattfindet: Daran glauben viele nicht mehr. Doch seit interne RKI-Dokumente offengelegt haben, wie groß der Widerspruch zwischen öffentlich kommunizierter und intern besprochenen Fach-Einschätzungen war, kommt Bewegung in die Diskussion um eine kritische Rekapitulation der Pandemie-Zeit.
Nun fordert sogar Wirtschaftsminister Robert Habeck gegenüber Bild: „Wir sollten jetzt eine Phase einleiten, in der wir über die schwere Pandemie-Zeit mit all ihren Auswirkungen noch mal nachdenken.“
Laut Habeck seien in einer Zeit voller Verunsicherung Fehlentscheidungen getroffen worden. „Die damalige Bundesregierung hat in der Pandemie in einer nie gekannten Situation auf schwankendem Boden schnell tief greifende Entscheidungen treffen müssen. Sicherlich sind da auch Fehler passiert, aber genauso wäre es ein Fehler gewesen, nicht zu entscheiden“, so der Wirtschaftsminister zu Bild.
Habeck forderte mehr Rechte für Geimpfte
Habeck selbst hatte zu Pandemie-Zeiten sehr scharfe Einschnitte für Ungeimpfte gefordert und gerechtfertigt. In einem ZDF-Interview sagte er: „Es wird einen Unterschied geben im Zugang von Rechten und in der Freiheit des Lebens zwischen Geimpften und Ungeimpften und zwar werden die Geimpften, solange es die Gesellschaft und das Gesundheitssystem tragen kann, mehr Rechte haben.“
Gerade gelesen, daß Robert Habeck eine Aufarbeitung der Corona-Politik will.
— TheRealTom™ 🌞 (@tomdabassman) March 26, 2024
Kann er haben. Gern geschehen.#RKIFiles #RichtigErinnern pic.twitter.com/NdhGH6HN2T
„Zeit der großen Einsamkeit für Kinder und Jugendliche“
Auch auf das während der Pandemie wohl am kontroversesten diskutierte Thema Kinder und Jugendlichen geht Habeck gegenüber Bild ein. Er behauptet: „Es wurden durch die Entscheidungen Leben gerettet, aber gerade für Kinder und Jugendliche war es auch eine Zeit der großen Einsamkeit. Ich denke, wir sollten den Mut haben, die Lehren ziehen, Abläufe überprüfen, die Auswirkungen evaluieren.“
Für die Behauptung, durch Maßnahmen seien tatsächlich „Leben gerettet“ worden, gibt es keine Belege.
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