Studie zeigt: Impfung beeinflusst Erinnerung an Corona-Pandemie
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Die Jahre 2020 und 2021 waren geprägt durch die Corona-Pandemie. Jetzt hat ein internationales Forschungsteam herausgefunden, dass sich Geimpfte und Ungeimpfte unterschiedlich an diese Zeit zurückerinnern.
Wissenschaftler aus Bamberg, Wien, Erfurt und Chicago untersuchten, wie Wahrnehmungen und Verhaltensweisen während der Pandemie künftige Einstellungen prägen. Die Teilnehmer wurden demnach bereits im ersten Jahr der Covid-Pandemie (2020) befragt und dann nochmal um den Jahreswechsel ins Jahr 2023.
Dabei wurde geschaut, ob die Befragten gegen Corona geimpft oder ungeimpft waren.

Verzerrte Erinnerung bei der Bevölkerung an die Pandemie.
Das überraschende Ergebnis: Je nachdem, wie sehr sich Geimpfte beziehungsweise Ungeimpfte mit ihrem Impfstatus identifizieren, sind die Erinnerungen in unterschiedliche Richtungen verzerrt.
So überschätzten Geimpfte ihr damals wahrgenommenes Risiko einer Infektion und ihr Vertrauen in die Wissenschaft. Ungeimpfte hingegen unterschätzen dies tendenziell.
Die Studie ergab auch, dass bei einer stärkeren Unterschätzung der damaligen Risikowahrnehmungen, Schutzverhalten und Vertrauen in die Regierung,Wissenschaft und politische Maßnahmen als weniger angemessen wahrgenommen wurden.
Negativere Bewertungen der politischen Maßnahmen während der Pandemie sind der Studie zufolge auch mit einem stärkeren Wunsch verbunden, Politikern und Wissenschaftern für ihr Handeln in der Pandemie zu bestrafen.

In unterschiedlichen Ländern waren die Wahrnehmungen unterschiedlich ausgeprägt. Quelle: Universität Wien
Die Ergebnisse zeigen, dass es systematische Unterschiede darin gibt, wie sich Menschen an die Pandemie erinnern, obwohl sich ihre damaligen Einschätzungen oftmals gar nicht so stark voneinander unterschieden, so das Resultat der Wissenschaftler.
Die verzerrte Erinnerung führe zu einer polarisierten Wahrnehmung der Vergangenheit, die das Potenzial hat, die aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Polarisierung aufrechtzuerhalten und die Vorbereitung auf kommende Krisen zu behindern.
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