10-Millionen-Euro-Windrad in Sachsen wird nach nicht einmal drei Jahren abgerissen
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In Oberwiera im Landkreis Zwickau verschwindet ein Windrad wieder, das erst Ende 2023 ans Netz gegangen war. Die Anlage kostete rund 10 Millionen Euro, hat eine Nabenhöhe von 169 Metern und sollte rechnerisch Strom für etwa 5000 Haushalte liefern. Nun soll sie noch im Jahr 2026 zurückgebaut werden, berichtet die Freie Presse.
Grund sind offenbar anhaltende Probleme an dem Standort. In den umliegenden Orten hatten sich Bürger seit längerer Zeit über Lärm beschwert. Der Betrieb der Anlage wurde deshalb zeitweise reduziert. Jetzt haben sich Betreiber und Hersteller auf den Abriss verständigt.
Betreiber ist eine Firma von Andreas Berger, der für die Freie Wählergemeinschaft „Oberes Wieratal“ im Gemeinderat sitzt. Berger sagte der Freien Presse: „Ich kann dazu nur mitteilen, dass wir als Betreiberfirma mit Vestas eine Einigung erzielt haben.“
„Der Austausch des Getriebes hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht“
Auch der Hersteller Vestas bestätigte den Schritt. Ein Sprecher erklärte schriftlich: „Eine Vestas V162-6.0 MW Windenergieanlage in Oberwiera, Deutschland, soll aufgrund technischer Einschränkungen, die diese spezifische Turbine und den Standort betreffen, zurückgebaut werden. Der Anlagenbetreiber und Vestas haben sich einvernehmlich darauf verständigt, den Rückbau in 2026 durchzuführen.“
Was genau technisch nicht funktioniert, bleibt unklar. Auch zu den Rückbaukosten und zur Frage, wer dafür aufkommt, machten Betreiber und Hersteller laut Bericht keine Angaben. Bereits 2025 war an dem Windrad das Getriebe gewechselt worden. Berger sagte damals: „Der Austausch des Getriebes hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht und nur für eine teilweise Besserung gesorgt.“
Für den Rückbau braucht es nach Angaben des Landkreises Zwickau keine Genehmigung. Der Schritt muss lediglich angezeigt werden. Aufwendig dürfte allerdings der Abtransport werden: Die Rotoren der Anlage haben zusammen einen Durchmesser von 162 Metern. Schon bei der Lieferung im Herbst 2023 waren Straßensperrungen nötig.
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