Anstieg um bis zu 93 Prozent! Steigende Netzentgelte sorgen für Gaspreis-Schock zum Jahreswechsel
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Zum Jahreswechsel erhöhen sich die Kosten für Millionen Gas-Kunden in Deutschland deutlich. Der Grund: Die Netzentgelte steigen. Vor allem in den neuen Bundesländern haben eine Reihe von Gasnetzbetreibern massive Erhöhungen ihrer Netzgebühren angekündigt.
Bereits Anfang September berichtete NIUS, dass die Bundesnetzagentur die Gasnetz-Kosten ab 2025 stark erhöhen will – um die Bürger vor später noch höheren Preisanstiegen zu „schützen“.
Nun zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox das konkrete Ausmaß der ersten Erhöhungs-Offensive: Der stärkste Anstieg beträgt demnach 56 Prozent, was bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh insgesamt 445 Euro (brutto) entspricht.
Einen noch höheren Anstieg errechnete laut t-online die Energy-Sharing-Plattform ene't. „Verbraucher, die in 72581 Dettingen wohnen, müssen mit einer noch höheren finanziellen Mehrbelastung rechnen“, heißt es. „Laut ene't wird in dieser Region der Arbeitspreis um 93,6 Prozent (auf 5,49 Cent/kWh) steigen – sich also fast verdoppeln.“

Die Netzentgelte für Gas steigen kräftig.
Der stärkste Anstieg beträgt 56 Prozent
Vor allem in den neuen Bundesländern haben eine Reihe von Gasnetzbetreibern starke Erhöhungen ihrer Netzgebühren angekündigt.
Im Durchschnitt steigen die Gasnetzentgelte laut Verivox am stärksten in Sachsen-Anhalt (+43 Prozent), Brandenburg (+39 Prozent) und in Sachsen (+34 Prozent). Doch auch in Niedersachsen (+30 Prozent), Bremen (+29 Prozent) und Baden-Württemberg (+24 Prozent) zeichnen sich deutliche Kostensteigerungen ab.
Bisher liegen Verivox die Netzbetreiberdaten für über die Hälfte (60 Prozent) der Haushalte in Deutschland vor. Der durchschnittliche Anstieg beträgt aktuell rund 23 Prozent, was für ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Mehrkosten von rund 103 Euro (brutto) entspricht.
Grund für die Erhöhungen: das Heizungsgesetz
Der Grund für die Erhöhungen: Das sogenannte Heizungsgesetz des grünen Wirtschaftsministers Robert Habeck besagt, dass ab 2045, in manchen Regionen auch früher, Gas-Heizungen quasi verschwinden werden – und mit ihnen weite Teile des Gas-Netzes.

Klaus Müller (Grüne) ist Chef der Bundesnetzagentur.
Daraus resultiert ein logisches Problem: Wenn immer mehr Menschen – ob aus freien Stücken oder infolge gesetzlichen Zwangs – von der immer noch beliebten Gas-Heizung auf andere Systeme umsteigen, müssen weniger Menschen die Kosten für den Betrieb des Gas-Netzes stemmen. Und das treibt die Kosten pro Haushalt gewaltig in die Höhe. Ende der 30er Jahre könnten sehr wenige Gas-Kunden horrende Gebühren zahlen müssen, um den Betrieb des Netzes, Wartungen und Reparaturen zu finanzieren.
Habecks Bundesnetzagentur will die Gasnetz-Kosten deshalb bereits ab 2025 um bis zu 40 Prozent in die Höhe treiben, um die Bürger vor später noch höheren Preisanstiegen zu „schützen“.
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