Bundesnetzagentur-Chef entlarvt Energiewende als utopisch
Ein Beitrag von
Ab Januar 2021 kann der Strom für Wärmepumpen- und E-Auto-Besitzer bei drohenden Netzüberlastungen rationiert werden. Er wird dann „gedimmt“, wie die Bundesregierung das beschönigend benennt: Als würde es gemütlicher und nicht härter werden, wenn die entsprechenden Haushalte nur noch rudimentär mit Strom versorgt werden.
Über dieses Thema sprach Bundesnetzagentur-Präsidenten Klaus Müller im Deutschlandfunk. Seine Antworten geben Aufschluss darüber, wie unrealistisch die Verwirklichung der „Energiewende“ ist, weil sie vor immensen infrastrukturellen Herausforderungen steht.
In der wohl interessantesten Stelle konfrontiert der Moderator den Behördenchef mit Aussagen von Carsten Liedtke, Vorstand der Stadtwerke Krefeld. „Liedtke hat vor der akademischen Ausbildung Industriekaufmann gelernt und gehört demnach zu denen, die das Geschäft von der Pike auf gelernt haben“, wie man bei rp-online weiß. Liedtke sagt:
„Wenn sehr viele Wärmepumpen in einer einzelnen Straße angeschlossen sind und im Winter bei einer bestimmten Temperatur alle gleichzeitig anspringen, kriegen wir einen Stromausfall, weil sich das Netz wegen Überlastung abschaltet.“

Bodenständig: Carsten Liedtke (mit Anzug) posiert mit Fans. Die Stadtwerke Krefeld sind Trikotsponsor des KFC Uerdingen (3. Liga).
Stromnetz stabil, weil Energiewende so langsam vorangeht
Daher müsste man das Netz stark ausbauen, etwa durch unterirdisch verlegte Leitungen, so der Stadtwerke-Vorstand aus Krefeld. Der Ex-Grünen-Politiker Müller, der vom politischen Aktivismus der Ministerien geleitet wird, stellt das alles inhaltlich nicht infrage, sondern argumentiert: Da wir ja nicht auf einen Schlag Millionen E-Autos und Wärmepumpen im Netz hätten, passiere das nicht. Allerdings befände sich die Netzerweiterung überall im Aufbau, während, so Müller sinngemäß, der steigende Besitz von Wärmepumpen und E-Auto auch nur langsam voranschreite.
Das heißt im Klartext: Nur weil die Energiewende-Ziele nicht zügig erreicht werden, brechen unsere Netze nicht zusammen.
Offiziell gilt: „Für das Erreichen der Klimaziele müssen bis 2030 rund 6 Millionen Wärmepumpen installiert werden. Die 65%-Anforderung liefert den notwendigen Booster für den Markthochlauf – und ist dabei anschlussfähig mit den Impulsen auf EU-Ebene.“
Man fragt sich: Wie will ein Land, das nicht einmal flächendeckend gutes W-LAN auf den Strecken der Deutschen Bahn installiert, die Stromnetze für 6 Millionen Wärmepumpen fit machen?
Und jetzt erfährt auch noch jeder: Wer sich eine Wärmepumpe kauft, dem droht Kälte in der Wohnung. Klaus Müller meint zwar, laut „Experten“ würde man die Rationierung des Stroms gar nicht merken, die Stromzufuhr würde ja „nicht abgestellt, sondern nur etwas reduziert.“ Doch wie glaubhaft ist das, wenn doch der Zweck des Ganzen ist, die Stromzufuhr erheblich zu senken?
Mehr NIUS:
10-Millionen-Euro-Windrad in Sachsen wird nach nicht einmal drei Jahren abgerissen
Zehn krasse Aussagen früherer Autoren und Gutachter des Weltklimarats
Schweden plant neue Atomkraftwerke
Neues Gutachten: Fracking könnte ein Viertel des deutschen Gasbedarfs decken
Speicherbetreiber warnen vor Unsicherheit bei Gas-Versorgung
Experte: „Schaltet eure PV-Anlage ab!“ Um 14 Uhr kostet eine Megawattstunde Strom MINUS 500 Euro
Iran blockiert „Straße von Hormus“ und greift Produktionen an: Preise für Öl und Gas gehen durch die Decke
Januar-Rekord trotz leerer Gas-Speicher! Seit AKW-Aus steigt Gas-Verbrauch bei Strom-Erzeugung rasant
Mehr NIUS:
Neues Gutachten: Fracking könnte ein Viertel des deutschen Gasbedarfs decken
Speicherbetreiber warnen vor Unsicherheit bei Gas-Versorgung
Experte: „Schaltet eure PV-Anlage ab!“ Um 14 Uhr kostet eine Megawattstunde Strom MINUS 500 Euro
Iran blockiert „Straße von Hormus“ und greift Produktionen an: Preise für Öl und Gas gehen durch die Decke
Januar-Rekord trotz leerer Gas-Speicher! Seit AKW-Aus steigt Gas-Verbrauch bei Strom-Erzeugung rasant
Speicher auf Rekord-Tiefstand! Experte: „Eine Gas-Mangellage ist nicht mehr abzuwenden“
Bundesregierung plant teure Grüngas-Quote: 178 Euro Mehrkosten fürs Gas
10 Gründe, um zum zehnten Jubiläum aus dem Pariser Klima-Abkommen auszusteigen
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare