Kein Wind, kein Strom, kein Geld: Flaute! Europas größter Windpark vor der Insolvenz
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Es sollte der größte Onshore-Windpark Europas werden. Auf einer Fläche von 450 Quadratkilometern wollte Schweden im Windpark „Markbygden“ bis 2026 rund 1100 Windkraftwerke bauen. Doch nun droht das Projekt zu scheitern. Der Grund: Windstille und technische Probleme.
200 neue Arbeitsplätze, 10 bis 12 Terawattstunden erzeugte Leistung, ressourcenschonende Energie: Die Eckdaten des gigantischen Windkraft-Projekts vor Piteå in Nordschweden, das bis 2026 fertiggestellt sein sollte, klingen geradezu märchenhaft.
Zu märchenhaft, wie es scheint. Denn nun ziehen dunkle Wolken am grünen Windpark-Himmel auf.
Schwedischer Windkraft-Park kann nicht liefern und steht vor dem Aus
Der schwedische Fernsehsender SVT berichtet über einen handfesten Skandal, Schadensersatzansprüche in Milliardenhöhe (Schwedische Kronen) liegen den der Luft. Die Betreiberfirma hat eine Rekonstruktion (vergleichbar mit einem Insolvenzplan nach deutschem Recht) beantragt.

Immer wieder gibt es bei Windrädern technische Probleme, die zu Lieferengpässen führen.
Worum geht es? Die Betreiberfirma hat dem schwedischen Aluminiumhersteller „Hydro Energi“ vertraglich zugesichert, für eine Dauer von 19 Jahren 1,65 Terawattstunden elektrische Energie zu einem Festpreis zu liefern. Doch die Lieferung konnte nicht erfolgen, obwohl bereits zahlreiche Anlagen gebaut sind. Bis Ende des Jahres sollten es insgesamt 300 sein.
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Teurer Ersatzstrom
Der Grund für die fehlende Lieferung: Die Anlagen standen wegen technischer Probleme oder Flauten immer wieder still. Die Betreiberfirma musste dem Aluminiumhersteller den nicht gelieferten Strom ersetzen und hierfür wesentlich teureren Ersatzstrom zukaufen.

Viele der Anlagen stehen mitten im Wald.
Im Endausbau sollte der Park 10 bis 12 Terawattstunden produzieren, was etwa 6 bis 8 Prozent der gesamten schwedischen Stromproduktion entspricht. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf umgerechnet etwa 5,3 Milliarden Euro (60 Milliarden Schwedische Kronen).
Laut Informationen der schwedischen Zeitung Dagens industri soll noch ein weiterer Windpark in Västerbotten (zweitnördlichstes Bundesland in Schweden), wegen eines „unvorteilhaften“ Stromvertrages mit dem schwedischen High-Tech-Metallunternehmen Boliden in die Insolvenz gehen.
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In der NIUS-Dokumentation „Im Schatten der Windräder“ kommen Menschen in Deutschland zu Wort, die in der Nähe von Windkraftanlagen leben, sie berichten eindrücklich über die Schattenseiten der Energiewende.
Hier sehen Sie den ganzen Film:
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