Motoren-Legende Prof. Indra: „Das E-Auto ist einfach nicht gut genug, um den Verbrenner nachhaltig abzulösen“
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Der ehemalige Motorenentwickler Prof. Fritz Indra ist bekannt für seine scharfe Kritik an der Elektromobilität. Der Diplom-Ingenieur verantwortete bereits die Motorenkonstruktion bei Audi und war für die Antriebs-Entwicklung von General Motors als Executive Director tätig.
In einem Interview mit Focus online äußert Indra seine Bedenken zum aktuellen Zustand und der Zukunft von Elektroautos. Den kürzlich gestrichenen Umweltbonus kommentiert der 83-Jährige wie folgt: „Das ist ein ganz starkes Zeichen – und zwar dafür, dass die E-Mobilität zu scheitern beginnt.“
Subventionen und Umweltaspekte nicht im Einklang
Die Subventionierung von E-Autos und deren Effizienz stehen im Zentrum seiner Kritik. Indra argumentiert, dass jede Technologie am Anfang gefördert werden sollte, aber „wenn man erkennt, dass die Förderung nichts bringt und die Technologie bei den Kunden nicht ankommt, dann sollte man sie möglichst bald beenden.“ Er stellt auch die ökologischen Vorteile von E-Autos infrage, indem er behauptet: „Je weniger (E-Autos) den Verbrenner ersetzen, desto besser für die Umwelt.“
„Die Autoindustrie präsentiert sich gerade als guter Samariter, doch in Wahrheit übernimmt sie die Förderquote, damit die E-Autos nicht auf Halde stehenbleiben“, sagt Indra.

In dem VW-Werk Zwickau werden VW ID.3, ID.4, ID.5 und der Audi Q4 e-tron sowie der Cupra Born produziert. Allesamt elektrisch. Kürzlich wurde ebendort ein Stellenabbau angekündigt.
Trotz der Förderungen und der Bemühungen der Industrie, vermutet Indra, dass die E-Autos nicht die versprochene Nachhaltigkeit bieten können. „Ein E-Auto mit Lithium-Ionen-Akku ist jedem klassisch angetriebenen Auto unterlegen“, erklärte er und fügte hinzu: „Das E-Auto in der heutigen Form ist für die allermeisten Kunden einfach nicht gut genug, um den Verbrenner breitflächig und nachhaltig abzulösen.“
Verbrenner-Aus ab 2035 ein falsches Signal
Indra fordert eine Neubewertung der EU-Politik, insbesondere des Verbrennerverbots ab 2035: „Das gefährlichste Signal geht immer noch von dem Verbrennerverbot ab 2035 aus, das die EU-Kommission unter Frau von der Leyen und Herrn Timmermans beschlossen hat (...). Mit jedem Tag, an dem dieses Verbot nicht gekippt wird, vergrößert sich unser Nachteil gegenüber den asiatischen Herstellern.“
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