Öl-Konzerne kassierten schon vor dem Jahreswechsel ab: Kraftstoff-Lotto an deutschen Tankstellen!
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Zum Jahreswechsel hat die Bundesregierung den CO2-Preis erhöht – ein Schritt, der eigentlich jeden Autofahrer direkt betrifft. Diese „Verschmutzungssteuer“ kassiert diese Regierung immer dann, wenn Erdgas, Flüssiggas, Erdöl oder Kohle verbraucht werden. Mit dem Jahreswechsel stieg dieser Preis je Tonne von 30 auf 45 Euro.
Doch statt der erwarteten Schockwelle an den Zapfsäulen, bleibt die große Preisexplosion aus. Christian Laberer vom ADAC stellt klar: „2023 war nicht so extrem wie 2022, aber dennoch außergewöhnlich.“ Trotz der gestiegenen CO2-Kosten zeigt sich der Markt erstaunlich stabil. Während Diesel im Jahresschnitt etwa 1,72 Euro und Superbenzin E10 1,79 Euro kostete, pendelten die Preise zwischen bemerkenswerten Tiefst- und Höchstständen.
Das Rätsel der schwankenden Preise: Wer profitiert wirklich?
Die Spritpreise erleben Jahr für Jahr eine Achterbahnfahrt, doch nicht nur globale Krisen und Rohölpreise sind die Schuldigen. „Für 2024 bin ich verhalten optimistisch“, meint Laberer und deutet auf eine mögliche Entspannung hin. Eines ist sicher: Der Autofahrer bleibt im Unklaren. Die Preise an den Tankstellen spielen ein undurchsichtiges Spiel, und der Verbraucher steht am Rande, beobachtet das Geschehen und hofft auf ein Wunder.
Die Frage bleibt: Wer zieht im Hintergrund die Fäden, und wie lange wird dieser Kraftstoff-Tanz noch weitergehen?

Rückblick März 2022: Die Kraftstoff-Preise schossen durch die Decke.
Öl-Riesen kassierten Preiserhöhungen einfach schon vorher
Doch wie kann es sein, dass trotz erhöhter Steuern die Preise nur minimal schwanken? Am Silvester-Tag kostete der Liter E10-Benzin etwa 1,65 Euro an der lokalen Tankstelle. Am Neujahrstag zu gleicher Uhrzeit waren es sogar 2 Cent weniger. Laberers Analyse ist eindeutig: Die Mineralölindustrie hat sich schon vorzeitig die Taschen vollgemacht und die Preise erhöht. Zum Stichtag 1. Januar 2024 sind also nur die Margen gesunken. Eigentlich hätte der Preis um mindestens 4 Cent pro Liter steigen müssen.
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Im Vergleich zu 2021 zahlten Diesel-Fahrer laut ADAC-Angaben im Schnitt 400 Euro mehr für Kraftstoff, bei Benzin waren es 200 Euro mehr. Im Vergleich zu 2022 hat sich die Lage etwas entspannt. „Seit dem Spätsommer sind die davor sehr hohen Margen der Raffinerien rückläufig. Das wirkte sich auch positiv auf den Preis an der Zapfsäule aus“, sagt Experte Laberer. „Es bleibt zu hoffen, dass dies anhält. Hier könnte auch der genaue Blick des Kartellamts in der laufenden Sektoruntersuchung zu Raffinerien und Kraftstoffgroßhandel helfen.“
2022 war das teuerste Spritjahr aller Zeiten in Deutschland. 2023 folgt auf Platz 2. Wo 2024 in dem Ranking landen wird, lesen Sie in 365 Tagen bei NIUS.
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Philippe Fischer
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