RWE-Chef rechnet mit „erheblichem Nachfrageschwund in den energieintensiven Industrien“
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- Markus Krebber ist Chef von RWE, dem zweitgrößten Energieversorger Deutschlands.
- Durch die gestiegenen Preise für Energie sieht er einen Nachfrageschwund in der Industrie kommen.
- Auch das von Merkel im Jahr 2011 initiierte AKW-Aus, ohne Vorhalten von Alternativen, hält Krebber für einen Fehler.
Die hohen Preise für importiertes Flüssiggas machen nach Ansicht von RWE-Chef Markus Krebber eine Erholung der deutschen Industrie auf das Niveau vor dem Ukraine-Krieg unwahrscheinlich. Die Gaspreise in Kontinentaleuropa, insbesondere in Deutschland, sind jetzt strukturell höher, weil wir letztlich von LNG-Importen abhängig sind», sagte der Chef des Energiekonzernes der Financial Times. Die deutsche Industrie habe einen Nachteil. „Wir werden eine leichte Erholung sehen, aber ich denke, wir werden einen erheblichen Nachfrageschwund in den energieintensiven Industrien erleben“, sagte Krebber.

Das still gelegte AKW Grohnde zwischen Bielefeld und Hannover
Die europäischen Gaspreise sind erheblich gegenüber den Rekordwerten von 2022 eingebrochen. Sie liegen jedoch über den Durchschnittswerten vor der Krise und damit fast zwei Drittel höher als zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2019, so die Rohstoffpreisagentur Argus. Deutschland musste sich wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine von den Erdgaslieferungen aus Russland verabschieden.
Für Krebber war die Entscheidung der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahr 2011, die Atomkraftwerke abzuschalten, ohne den Brennstoff durch eine andere Energiequelle als die russischen Pipeline-Importe zu ersetzen, ein Fehler. „Wenn man genau weiß, was man abschalten will, muss man sofort darüber nachdenken, wie man die neue Technologie in den Boden bekommt“, betonte der Manager.
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