Studie zerstört Öko-Hoffnung der Ampel: LNG noch umweltschädlicher als Kohle
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LNG, also Flüssiggas, sollte gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Deutschland von Gas-Importen aus Russland unabhängig machen, die Handlungsfähigkeit der Ampel-Regierung durch den schnellen Bau von LNG-Terminals zur Schau stellen und im Vergleich zu Kohle auch noch CO2 sparen.
Doch jetzt kommt raus: LNG ist ein echter Klimakiller!
Bis zu 33 Prozent mehr Treibhausgase als bei der Verbrennung und Verstromung von Kohle entstehen durch Flüssiggas aus den USA. Zu dem Ergebnis kommt eine aktualisierte Studie von Robert Howarth von der Cornell University. Entscheidend ist, dass nicht allein die Verbrennung des Gases, sondern auch die Gewinnung und der Transport nach Europa in die Klimabilanz einberechnet wird.
Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind die LNG-Lieferungen in die EU sprunghaft angestiegen. US-Importe sind inzwischen mit 19,5 Prozent auf Rang zwei hinter Norwegen. Deutschland bezieht laut einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln rund 13,5 Prozent seiner gesamten Gas-Importe aus den USA.
„Die Förderung von Schiefergas sowie die Verflüssigung zu LNG und der Transport von LNG per Tanker sind energieintensiv, was erheblich zum LNG-Treibhausgas-Fußabdruck beiträgt“, lautet die simple wie logische Erklärung der schlechten CO2-Bilanz. Hinzu komme, dass bei der Förderung und Umwandlung des Gases viel Methan frei würde, was einen bis zu 80-fachen Treibhauseffekt von CO2 habe. Hinzu käme dann noch der Transport über den Atlantischen Ozean, der mit großen, Schweröl-betriebenen Tankschiffen ebenfalls für Emissionen sorge.

Blick auf das LNG-Spezialschiff „Energos Power“ im Hafen.von Mukran.
Fazit des LNG-Experten Howarth: „Insgesamt ist der Treibhausgas-Fußabdruck von LNG als Kraftstoff um 33 Prozent größer als der von Kohle.“ Die Hoffnung der Bundesregierung, mit klimafreundlicherem LNG-Gas den CO2-Abdruck Deutschlands zu verringern, ist damit zerstört.
Hinzu kommt: Die von der Bundesregierung in Windeseile genehmigten und mit Milliarden Euro Steuergeld gebauten LNG-Terminals sind vollkommen überdimensioniert. Schon die bestehenden LNG-Terminals sind im laufenden Jahr nicht einmal zur Hälfte ausgelastet. Dennoch befindet sich in Stade und Wilhelmshaven weitere schwimmende LNG-Terminals im Bau. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hatte bereits Anfang des Jahres den weiteren Ausbau der LNG-Infrastruktur bemängelt.
Die Ampel hat Deutschland mit den LNG-Terminals zwar unabhängig von Gas-Importen aus Russland gemacht, stellt aber zur Schau, wie staatlicher Aktionismus zu ineffizienter und teurer Überdimensioniertheit führt, die am Ende sogar dem Klima schadet.
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