Wackelpartie Energiewende: Netzbetreiber fordert 15 neue Kraftwerke als Backup
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- TransnetBW fordert den Bau von 10 bis 15 neuen Kraftwerken in Baden-Württemberg bis 2030.
- Die neuen Kraftwerke sollen als „Backup“ dienen, um den Kohleausstieg zu stützen.
- Ohne diese Kraftwerke könnten die Kosten für Verbraucher steigen.
Um die Energiewende erfolgreich umzusetzen, betont Netzbetreiber TransnetBW die Notwendigkeit neuer Kraftwerke, insbesondere im Süden Deutschlands. Gerade durch die politischen Entscheidungen zum Ausstieg aus der Kern- und Kohleenergie werden konsequent umgesetzt, doch „parallel braucht es aber dann eine Kraftwerksstrategie, die Backup-Kapazität sicherstellt“, so Werner Götz, Vorsitzender der Geschäftsführung von TransnetBW.
Das Jahr 2030 liegt zwar noch ein paar Jahre in der Zukunft – doch gerade in Anbetracht der Genehmigungsverfahren und Bauzeiten, müsste man jetzt starten, „wenn wir 2030 durchs Ziel laufen wollen“, sagt Götz.

Atom- und Kohlestrom fallen weg. Entsprechend suchen Netzbetreiber nach Backup-Lösungen.
Der Energiekonzern EnBW hat bereits mit dem Bau des ersten von drei neuen Gaskraftwerken begonnen. Diese Anlagen sollen bis spätestens 2035 mit grünem Wasserstoff betrieben werden. Doch gerade diese Wasserstofftechnologie wird zuerst im Norden ausgebaut. In Baden-Württemberg sei erst nach 2030 mit einem Ausbau zu rechnen. Das ist zu spät für die Industrie in Süddeutschland. Sie muss sich bis dahin mit Reservekraftwerken oder Stromimport behelfen.
„Energiewende muss bezahlbar sein“
Der Netzausbau mit Backup-Kraftwerken wäre auch eine finanzielle Entlastung für die Verbraucher. Denn Strom-Import ist teuer, wie Götz sagt: „Das ist ein Thema, das wir im Auge behalten müssen, weil Energiewende und Energieversorgung bezahlbar sein müssen.“
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Philippe Fischer
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