1,7 Milliarden für nutzlose Sprachkurse: Migranten ohne Zertifikat haben bessere Chancen auf Arbeit
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Eine neue Studie, in Auftrag gegeben vom Bundesarbeitsministerium, zeigt ernüchternde Ergebnisse bezüglich der Effektivität berufsbezogener Sprachkurse für Migranten.
Migranten, die diese Kurse mit einem Zertifikat abschließen, haben anschließend schlechtere Chancen auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als diejenigen, die den Kurs nicht beenden, berichtet die BZ.
Von 2016 bis 2022 nahmen rund 775.000 Migranten an berufsbezogenen Sprachkursen teil, wobei 61 Prozent den Kurs erfolgreich mit einem Zertifikat beendeten. Jedoch führte die Teilnahme an einem Berufssprachkurs nicht zu einer höheren Aufnahme in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse im Vergleich zu jenen Personen, die nicht teilgenommen hatten.
Konkret sind 29 Prozent der Absolventen solcher Kurse berufstätig, im Gegensatz zu 37 Prozent derjenigen, die den Kurs abbrechen.

Viele Flüchtlinge sparen sich den Sprachkurs ohnehin – und diejenigen, die einen machen, haben weniger davon als erhofft.
Zwischen 2017 und 2022 verursachten diese Sprach-Programme Kosten von rund 1,7 Milliarden Euro für den Staat, eine Investition, die sich aufgrund der geringen Arbeitsaufnahme der Kursteilnehmer nicht amortisiert hat. Die Kurskosten sollten durch die Steuer- und Sozialbeitragszahlungen der erfolgreichen Kursteilnehmer refinanziert werden – so die Überlegung der Politik.
Im Durchschnitt übersteigen Kurskosten und Bürgergeld ein Jahr nach Kursbeginn die Einnahmen um 3.693 Euro pro Teilnehmer, mit einem entsprechend ansteigenden Defizit in den folgenden Jahren.
„Die vorläufigen Berechnungen deuten darauf hin, dass eine positive Einnahmen-Ausgaben-Bilanz auch drei Jahre nach Eintritt in einen Berufssprachkurs im Mittelwert noch nicht erreicht ist“, so die Studie.
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