27 Identitäten und Intensivtäter: Iraner Hassan A. N. wollte Krefeld in Brand setzen
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Nach der schweren Gewalttat am Donnerstagabend vor einem „CinemaxX“-Kino in Krefeld, bei der die Polizei einen 38-jährigen Brandsatz-Attentäter niederschießen musste, kommen nun neue Details ans Licht: Beim Täter handelt es sich um den Iraner Hassan A. N., der als behörden- und polizeibekannt galt. Immer wieder war er in Europa wegen gewalttätiger Übergriffe aufgefallen und hatte sich mit insgesamt 27 verschiedenen Identitäten getarnt. Die Bild hatte exklusiv über diese Details berichtet.

Das Kino in Krefeld: einer der Orte, wo Hassan A. M. Brände legen wollte.

Der Asylbewerber aus dem Iran.
Demnach sei der Iraner bereits wenige Tage zuvor in Krefeld mehrfach auffällig geworden. So schlug er die Scheiben einer Tankstelle ein und wurde von der Polizei in Handschellen abgeführt, kam jedoch kurz darauf wieder auf freien Fuß. Zwei Tage vor dem Vorfall im Kino bedrohte der Mann außerdem einen Mitarbeiter des Ausländeramts, weil dieser ihm keine Aufenthaltserlaubnis unter einem falschen Namen ausstellen wollte. Dabei soll Hassan A. N. dem Beamten gedroht haben: „Du wirst größere Probleme bekommen.“
Nach Informationen von BILD ist Hassan A. N. unter 27 verschiedenen Identitäten im europäischen Flüchtlingssystem registriert. Bei seinem jüngsten Vorfall gab er gegenüber der Polizei ebenfalls einen falschen Namen an. Zudem soll der Mann psychisch krank und unberechenbar sein.
Das Innenministerium in Nordrhein-Westfalen verwies ebenfalls auf eine psychische Krankheit des Iraners: „Er war polizeibekannt, er war auffällig und er war in unserem Programmbereich, der sich mit psychisch Kranken beschäftigt“, erklärte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag.

Ein Bus der Caritas brannte aus.
Bereits mehr als vier Jahre in Haft
Erstmals soll der Iraner dabei 2002 illegal nach Deutschland eingereist sein. Seither wurde er geduldet, trotz mehrerer abgelehnter Asylanträge. Dokumente zeigen, dass Hassan A. M. in den folgenden Jahren als Straftäter durch Europa zog. Meist hielt er sich in Frankreich auf, wo er ebenfalls Verbrechen beging. Im Jahr 2010 wurde er in Deutschland zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten verurteilt, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und versuchter Vergewaltigung.

Polizisten sicherten am Donnerstagabend die gesamte Innenstadt Krefelds.
Am Donnerstag soll der Iraner schließlich das Kino aufgesucht haben, nachdem er zuvor drei weitere Brände gelegt hatte. Laut Polizeiangaben gibt es keine Hinweise auf einen extremistischen Hintergrund. Zuerst hatte er die Scheibe eines Autos eingeschlagen und das Fahrzeug angezündet. Anschließend legte er in seiner Wohnung ein Feuer und zog weiter zum Arbeitsamt, wo er ebenfalls einen Brand legte.
Die Polizei korrigierte später die Meldung, dass seine Wohnung zuerst in Brand gesteckt worden sei. Als Hassan A. N. schließlich vor dem Foyer des Kinos mit einer brennbaren Flüssigkeit versuchte, einen Brand zu setzen, schoßen ihn Beamte nieder. „Während des Einsatzes befanden sich über hundert Menschen im Kino. Kein Kinobesucher wurde verletzt“, so ein Sprecher.
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