389 Euro und aus Kaschmir: Das Judenhasser-Tuch der reichen Leute aus dem KaDeWe
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Im weltberühmten Luxus-Kaufhaus KaDeWe werden Produkte der Marke „Lala Berlin“ verkauft. Darunter sogenannte „Pali-Tücher“, auch Kufiya genannt. Diese gelten in Deutschland und anderen westlichen Ländern als Zeichen des Israelhasses und des eliminatorischen Antisemitismus. Durchschnittlicher Preis für die Kaschmirtücher? Stolze 389 Euro.
Israelhass als Lifestyle: Für knapp 400 Euro kann sich der modebewusste Konsument nun im Kaufhaus des Westens ein Tuch kaufen, das für gewöhnlich von militanten Antisemiten getragen wird. Auf Anfrage bestätigte das KaDeWe den Verkauf der „Herbst-Winter-Kollektion“ von „Lala Berlin“. Auch Handtaschen werden im Lala-Pali-Look verkauft.
Nach einer NIUS-Anfrage teilte das Kaufhaus mit: „Wir möchten den Hintergrund des Musters gründlich, in Ruhe und vor allem zweifelsfrei aufklären und haben die Produkte deshalb bis auf Weiteres aus dem Sortiment genommen.“
Hinter dem Luxus-Tuch steckt „Lala Berlin“
„Lala Berlin“ wird seit Jahren im KaDeWe verkauft, im Jahr 2021 bekam die Marke eine eigene Verkaufsfläche im Luxuskaufhaus. „Die Zusammenarbeit mit dem KaDeWe bedeutet mir viel“, sagt Lala-Berlin-Gründerin Leyla Piedayesh der Modezeitschrift Fashion Network. „Als Berliner Marke im KaDeWe präsent zu sein, sei eine besondere Ehre, ‚um die Kreativität der Hauptstadt dort zu repräsentieren‘. Das gelinge mit dem eigenen Shop-in-Shop, in dem die Kollektionen der Brand individuell präsentiert werden, besonders gut“, heißt es im Artikel weiter.
Im angesprochenen Online-Shop von „Lala Berlin“ finden sich unzählige Variationen des Pali-Tuch-Musters, verschiedene Farben, aber auch verschiedenste Produkte – darunter auch Frauenkleider.

Die X-Nutzerin Rena Jacob machte auf das Pali-Tuch im KaDeWe aufmerksam.
Ein schwarz-weißes Tuch mit dunkler Vergangenheit
Als Tuch zum Schutz vor Wüstensand gedacht, entwickelte sich das „Pali-Tuch“ zum Symbol des Kampfes gegen Israel und des Judenhasses. Nicht nur der Terrorist Yassir Arafat trug es und sorgte damit für die russische Begriffsschöpfung der „Arafatka“ – auch Neonazis nutzten in den 90er und 2000er Jahren das Tuch als antisemitisches Modeaccessoire. In Deutschland wird das Tuch gern im kommunistisch-antiimperialistischen Kontext getragen, aber vor allem von muslimischen Gegnern des Staates Israel.

Der Terrorist und Vater der palästinensischen nationalen Idee: Yassir Arafat.
Ausgerechnet im ehemals jüdischen KaDeWe
Besonders fragwürdig erscheint der Verkauf des Pali-Tuchs im KaDeWe, betrachtet man die Geschichte des Kaufhauses.
Das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) wurde 1907 von dem jüdischen Unternehmer Adolf Jandorf in Berlin gegründet und entwickelte sich schnell zu einem der bedeutendsten Warenhäuser Europas. 1927 verkaufte Jandorf das KaDeWe an die jüdische Unternehmerfamilie Tietz, die das Kaufhaus in die Warenhauskette Hermann Tietz AG integrierte. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 setzte der Staat gezielte Maßnahmen zur „Arisierung“ jüdischen Eigentums durch. Im Fall des KaDeWes wurde die Familie Tietz durch diskriminierende Gesetze und wirtschaftlichen Druck zum Verkauf ihrer Anteile gezwungen. 1934 ging das KaDeWe an eine nichtjüdische Geschäftsführung über, die Familie Tietz musste ins Exil fliehen. Das Kaufhaus blieb ein Prestigeobjekt, nun aber als Symbol nationalsozialistischer Wirtschaftspolitik, während die ehemaligen Besitzer enteignet und aus dem öffentlichen Leben verdrängt wurden.
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Amir Makatov
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