AfD-Kulturpolitiker Marc Jongen: „Allahu-Akbar-Rufe an einer deutschen Universität sind eine Schande“
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Der kulturpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Marc Jongen, hat die Universität Göttingen für ein islamisches Gruppengebet in ihren Räumlichkeiten mit scharfen Worten kritisiert.
Die Entscheidung der Universitätsleitung, das islamische Gruppengebet zuzulassen, sei „ein Musterbeispiel von falsch verstandener Toleranz“, monierte Jongen im Gespräch mit NIUS. „Nicht nur wird damit das weltanschauliche Neutralitätsgebot für Universitäten verletzt, für Islamisten bedeutet eine solche Besetzung des öffentlichen Raumes eine symbolische Landnahme auf dem Gebiet der Ungläubigen.“
Unabhängig davon, wie viele radikale Muslime dort tatsächlich gewesen seien: „Allahu-Akbar-Rufe an einer deutschen Universität sind ein Unding und eine Schande“, so der 55-Jährige. „Man kann dafür umso weniger Verständnis haben, als die Uni Göttingen zugleich als Hochburg der äußerst intoleranten Wokeness-Ideologie bekannt ist.“

Marc Jongen arbeitete lange Jahre als Assistent des Philosophen Peter Sloterdijk.
Der AfD-Bundestagsabgeordnete erinnerte auch an eine linksextreme Kampagne an der Hochschule, bei der die Universitätsleitung nicht eingeschritten sei. Unter dem Motto „Terfs raus aus der Uni!“ wurden im Herbst 2023 fünf Studentinnen von der Antifa mit Stickern namentlich geoutet und bedroht. „Als gewaltbereite Linksextreme politisch Andersdenkende bedrohten, schwieg die Unileitung“, stellt Jongen fest. „Toleranz, die nur gegenüber Extremisten geübt wird, schlägt in ihr Gegenteil um.“
Am Dienstag hatte die Muslimische Hochschulgruppe Göttingen (MHG) im Foyer der Georg-August-Universität ein Ramadan-Fest organisiert. Dabei gab es Vorträge und Reden von muslimischen Predigern, ein Buffet und ein geschlechtergetrenntes Gebet – mitten in der staatlich subventionierten Universität. Das öffentliche Gebet, zu dem die Muslimische Hochschulgruppe im Vorfeld auf verschiedenen Social-Media-Plattformen aufgerufen hatte, begann mit dem Gebetsruf eines Muezzins, der den Ausruf „Allahu Akbar“ benutzte. Anschließend versammelten sich über 80 Muslime auf von der MHG bereitgestellten Gebetsmatten im Universitätsgebäude und führten das islamische Gebet aus.
Der AfD-Politiker Marc Jongen ist Doktor der Philosophie und war selbst lange Jahre an einer Hochschule als Dozent tätig. Er lehrte von 2003 bis 2017 an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG Karlsruhe) und arbeitete als Assistent des Philosophen Peter Sloterdijk. 2017 zog er in den Bundestag ein.
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