Aktivitäten „gegen die verfassungsmäßige Ordnung“: Niedersachsen verbietet Braunschweiger Moscheeverein
Ein Beitrag von
Das niedersächsische Innenministerium hat einen salafistischen Verein verboten und durchsucht dazugehörige Moscheen der Deutschsprachigen Muslimischen Gemeinde (e.V.) aus Braunschweig. Wie der Spiegel berichtet, finden seit den frühen Morgenstunden Razzien bei der DMG statt. Das niedersächsische Innenministerium begründet den Schritt dabei damit, dass sich die Aktivitäten des Moscheevereins „gegen die verfassungsmäßige Ordnung“ und den „Grundgedanken der Völkerverständigung“ richten.
Bei dem Verein soll es sich dabei um einen Anlaufpunkt handeln, in dem seit Jahren radikale salafistische Prediger auftreten. Wie es im Verfassungsschutzbericht 2022 heißt, nehme der Verein mitsamt der Moschee „eine zentrale Rolle in der überregionalen Vernetzung salafistischer Aktivitäten“ ein. Entsprechende Prediger aus dem salafistischen Spektrum würden dort eingeladen, ihre Predigten auf Online-Kanälen „in einer großen Zahl an Zuschauenden zugänglich gemacht.“ In der Moschee sollen bei Freitagsgebeten 250 bis 300 Gläubige zusammenkommen; auf dem YouTube-Kanal verfolgen diese zwischen 60.000 bis 70.000 Zuschauern.

Die Innenräume der Moschee in Braunschweig. (Screenshot eigene Website)
Unter anderem sollen zwei salafistische Imame aus Berlin regelmäßig nach Braunschweig gereist sein, um dort vorzubeten. Nach Informationen von NIUS ist einer dieser beiden der TikTok-Star Abul Baraa, der jahrelang im Berliner Stadtteil Wedding die As-Sahaba-Moschee betrieb. Wie der Spiegel berichtet, seien auch die Wohnungen der Prediger in der Hauptstadt durchsucht worden. Insgesamt kommt es zu Razzien in sechs bis acht Objekten in der Bundeshauptstadt und in Niedersachsen.
Auf der Website des DMG-Vereins heißt es: „Als ein jahrelang bestehender Verein in Braunschweig vertreten wir den Islam nach dem Verständnis der ersten 3 Generationen nach dem Propheten Muhammad (Frieden und Segen sei auf ihm) und möchten den Islam – basierend auf Qurân und Sunna (Weg des Propheten) und seiner reinen Botschaft – an unsere Mitmenschen und die Gesellschaft übermitteln.“ Dem Verein liege es am Herzen, „allen Interessierten zu ermöglichen, die Werte und Normen, die der Islam dem Menschen auferlegt, kennenzulernen.“ Man distanziere sich „von jeglicher Gewalt und von Personen oder Organisationen, die dazu aufrufen.“
Auch bei NIUS: Regenbogen-Gesten und Islamisten-Gruß: Wie passt DAS zusammen?!
Mehr NIUS:
Erste islamische Fakultät Europas in Münster gegründet
Vor einer Woche wurde es fertig: Unbekannte beschmieren Ludwig-II.-Denkmal
Party-Patriotismus zur WM: „Deutschlandflaggen sind hier verboten“
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Mehr NIUS:
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Burgerladen wird angefeindet, weil er kein Halal-Fleisch verkauft
„Du schreibst zum Beispiel auch mehr Hassmails bei Hitze“: Moderator Eckart von Hirschhausen drückt der WM seine Klima-Agenda auf
Weil sie Araber und Türken als „größte Gefahr” für Juden bezeichnete: Kölner Theater sagt Auftritt von Autorin Mirna Funk ab
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare