Allensbach-Umfrage: Die Mehrheit der Deutschen findet, dass zu viele Ausländer im Land leben
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Der „Sicherheitsreport“ des Instituts für Demoskopie Allensbach untersucht jedes Jahr, was den Bürgern der Bundesrepublik Deutschland Sorgen macht. Ein Ergebnis dieser Untersuchung: Eine Mehrheit der Deutschen sieht die starke Zuwanderung in ihr Land kritisch, berichtet die Neue Zürcher Zeitung.
So sagten 61 Prozent der Befragten, ihrer Meinung nach seien zu viele Ausländer in Deutschland. Vergangenes Jahr hatten dies 58 Prozent gesagt.
68 Prozent der Befragten sagen, dass zu viele Asylmigranten in Deutschland leben
Die Skepsis gegenüber der Zuwanderung ist noch größer, wenn man nach Menschen fragt, die Asyl suchen. 68 Prozent der Bürger sagen, dass zu viele Asylmigranten in Deutschland lebten. 63 Prozent der Befragten machen sich große Sorgen, dass Gewalt und Kriminalität zunehmen. Asylmigranten sind in der Kriminalstatistik deutlich überrepräsentiert. Ein Zusammenhang zwischen der Skepsis gegenüber der Asylzuwanderung und der Angst vor Gewalt liegt also nahe, so die NZZ.
„Viele Bürger haben durchaus registriert, dass wesentlich weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Aber das Unbehagen über die weitgehend ungesteuerte Migration der vergangenen Jahre ist nach wie vor groß“, sagt Renate Köcher, die Geschäftsführerin des Instituts Allensbach.
Angst wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine
Am meisten Angst macht den Bürgern jedoch der russische Angriffskrieg in der Ukraine. 78 Prozent der Bürger blicken mit „großen Sorgen“ auf den Krieg in Osteuropa, 69 Prozent der Befragten fürchten, dass Deutschland in militärische Konflikte hineingezogen werden könnte. 49 Prozent fühlen sich davon persönlich bedroht. Das ist der höchste Wert, der jemals im „Sicherheitsreport“ gemessen wurde. Die Befragung wird im Auftrag des Centrums für Strategie und Höhere Führung erstellt und erschien erstmals im Jahr 2013. Damals fühlten sich nur 16 Prozent der Bürger persönlich wegen möglicher militärischer Konflikte mit deutscher Beteiligung bedroht.
Die stärkste Gefahr für den Frieden sehen die meisten Bürger in Russland. Mit 81 Prozent liegt Russland in dieser Frage deutlich vor den USA, die 65 Prozent für eine Bedrohung halten. Mit ihren zahlreichen Militärstützpunkten im Land haben die USA im Kalten Krieg Deutschlands Sicherheit garantiert, und auch heute dürften die Basen eine abschreckende Wirkung haben.
Der „Sicherheitsreport 2026“ basiert auf 1.077 mündlichen Interviews, die laut dem Institut Allensbach persönlich mit Bürgern geführt wurden. Es handelt sich dabei um einen repräsentativen Querschnitt der Bürger in Deutschland.
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