Altersarmut in Deutschland: „Paprika oder ein Apfel sind Luxus für mich“
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Rentenarmut in Deutschland – das große Thema in diesen Tagen. Im Berliner Mauerpark trafen wir einen Rentner, dem es nicht leicht fiel, seine Geschichte zu erzählen. Sie steht jedoch sinnbildlich für eine Schieflage in Deutschland. Über einen Mann, der Pfand sammelt, um sich auf dem Polen-Markt einmal in der Woche Fleisch kaufen zu können.
Die wichtigsten Aussagen meines Gesprächs mit ihm:
Über seine Rente:
„37 Jahre habe ich gearbeitet, drei Jahre habe ich gelernt und kriege 580 Euro Rente jetzt. Deswegen gehe ich jeden Tag Flaschen sammeln in den Parks, fahre mit meinem Panzer (er meint seinen Bollerwagen) hier durch und sonntags mache ich das hier“. Jeden Sonntag verkaufe er gekühlte Getränke im Berliner Mauerpark für kleines Geld.
Über sein Leben:
„Das macht ja auch einsam, wenn du kein Geld hast. Du kannst nirgendwo hingehen, kannst dir nichts leisten, kannst nicht ins Kino gehen, gar nichts“.
Über seinen Einkauf:
„Für den Wocheneinkauf fahre ich nach Polen, weil vieles billiger außerhalb der Landesgrenze ist. Mit meinem Schwerbehindertenausweis komme ich mit der Regionalbahn an die Grenze. Trotzdem sind alltägliche Lebensmittel wie Äpfel, Paprika oder Fleisch Luxusartikel für mich.“
Das ganze Video sehen Sie hier:
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Marc Sierzputowski
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