Als Merkel noch mal „Wir schaffen das“ sagt, bricht beim Kirchentags-Publikum grenzenloser Jubel aus
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Wenn ein linkes Publikum auf eine linke Politikerin trifft, bricht Jubel aus. So geschehen beim diesjährigen evangelischen Kirchentag in Hannover, wo die Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auftrat – und ihre Migrationspolitik vor begeisterten Protestanten verteidigte. „Jetzt, etwa vor zehn Jahren, kamen die vielen Flüchtlinge. Damals habe ich, als ich gesehen habe, was das für ein großes Problem wird, den Satz gesagt, der mir dann oft um die Ohren gehauen wurde: Wir schaffen das“, so Merkel.
Daraufhin bricht auf dem Kirchentag Applaus aus, der mehr als zehn Sekunden währt. Anscheinend ist das Publikum regelrecht begeistert von Merkels damaligem Satz, den sie auch 2025 wieder zitiert.
Die Kanzlerin fährt fort: „Ich hatte ja damals nicht gesagt: Ich schaffe das. Das wäre ja vollkommen ausgeschlossen gewesen.“ Das „wir“ aber habe ihr „Vertrauen“ zum Ausdruck gebracht, „dass es viele Menschen in Deutschland gibt, die in einer solchen Notsituation helfen. Und die gab es, und darauf können wir stolz sein. Lassen wir uns das nicht nehmen, dass wir geholfen haben.“ Erneut applaudieren die Menschen. Rückblickend auf ihre Amtszeit sagte Merkel allerdings an anderer Stelle auch: „Gerecht werden wir dieser Menschheitsaufgabe bis heute nicht.“
Merkel beschwört auch den Kampf gegen Klimawandel
Im Kontext der Flüchtlingskrise 2015 prägte Angela Merkel den Satz „Wir schaffen das!“, den sie erstmals am 31. August 2015 während einer Bundespressekonferenz sagte. Der Ausspruch wurde zum Symbol einer vermeintlichen „neuen Willkommenskultur“ in Deutschland und löste eine breite mediale und politische Debatte aus. Als Kern-Slogan der damaligen Flüchtlingspolitik wiederholte Merkel den später kontrovers diskutierten Satz mehrfach, etwa auf dem CDU-Bundesparteitag am 14. Dezember 2015.
Zudem rief Merkel beim Kirchentag zu verstärktem Engagement im Kampf gegen den Klimawandel auf. Eingeladen zur Bibelarbeit des Kirchentags, reflektierte Merkel über ihre Zeit als Kanzlerin, in der sie zahlreiche Krisen bewältigen musste. Dabei habe ihr „ein gewisses Gottvertrauen“ geholfen. „Darauf zu vertrauen, dass etwas jenseits von uns Menschen existiert, mich selbst nicht so wichtig zu nehmen und nicht in Selbstmitleid zu verfallen“, erklärte die CDU-Politikerin.
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