Antifa-Schulpaten, queere Vielfalt und der Kampf gegen die AfD: So viel linksradikale Ideologie steckt hinter dem Courage-Siegel an deutschen Schulen
Ein Beitrag von
„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“: ein Slogan, der mittlerweile an über 5.000 Schulen in ganz Deutschland prangt und auf den ersten Blick einen toleranten Schulalltag verspricht. Ein genauerer Blick zeigt jedoch: Hinter der Botschaft versteckt sich eine Organisation, die gegen die Opposition wettert und Schüler an die Antifa heranführt.
Als in Deutschland gerade die Baseballschlägerjahre wüten, gründet sich in Berlin ein Verein, der dem gewalttätigen Rassismus etwas entgegensetzen möchte: Aktion Courage e.V.. Mit dem 1995 gegründeten Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ versucht der Verein seither, sich in deutschen Klassenzimmern zu etablieren – und ist damit durchaus erfolgreich.
Inzwischen gibt es über 5000 Schulen in der Bundesrepublik, die sich mit dem Siegel schmücken, darunter Gymnasien, Grundschulen, Oberschulen oder Berufsschulen. Ihnen dient die Plakette jedoch nicht als Auszeichnung, Rassismus und Co. an der Schule nun besiegt zu haben. Vielmehr solle die Mitgliedschaft im Courage-Netzwerk als Auftrag verstanden werden, „sich nachhaltig für die Gleichwertigkeit aller Menschen und gegen jede Form von Diskriminierung einzusetzen.“

An tausenden Schulen prangt mittlerweile das Courage-Schild – eine Auszeichnung soll es aber nicht sein.
Wichtig ist dem Netzwerk außerdem: Das Engagement soll dauerhaft sein. Mindestens einmal im Jahr sollen die Schulen im Netzwerk Veranstaltungen durchführen, die Vielfalt fördern oder Rassismus und Diskriminierung bekämpfen.
Wer fördert den Aktionismus?
Für den Einsatz gibt es wenig überraschend Fördergeld des Staates. Innerhalb des Förderprogramms „Demokratie Leben!“ gibt es in diesem Jahr 425.000 Euro, ebenso wie 2025. Bundesfamilienministerin Karin Prien, verantwortlich für die Förderung, ist von dem Courage-Verein scheinbar so begeistert, dass sie vergangenes Jahr sogar selbst auf dem Bundeskongress vorbeischaute und ein Grußwort hielt.
Die Durchführung von Seminaren im Rahmen des Programms „Lernziel Gleichwertigkeit“ wird zudem durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. Eine Beantwortung der Behörde, in welcher Höhe sich die Zuwendungen bewegen, steht aus.
Fest steht auf jeden Fall: Der Verein ist breit vernetzt. Und diese Vernetzung nutzt er, um Akteure aus dem politisch linken Spektrum mit den Partnerschulen bekannt zu machen. Zusammen arbeitet der Verein etwa mit den sozialistischen Falken, dem linksradikalen Radio Corax, der Amadeu-Antonio-Stiftung oder den Omas gegen Rechts.

Der Verein pflegt eine enge Bindung zu Akteuren der linken „Zivilgesellschaft“. Mit dabei sind auch die Omas gegen Rechts.
Was müssen Schulen leisten, um Teil dieses Netzwerks zu werden? Der „Courage“ müssen sich die Mitgliedsanwärter bereits verpflichten, bevor sie aufgenommen werden. In einer geheimen Abstimmung, „müssen 70 Prozent aller, die an der Schule lernen, lehren oder arbeiten, erklären: ‚Ich werde mich aktiv gegen Diskriminierung, insbesondere Rassismus, einsetzen.‘“
Aus dem kleinen Verein, dem in den 90er-Jahren noch ein kleines Büro in Berlin-Schöneberg ausreichte, ist einer der größten Player im NGO-Kosmos erwachsen. In ihrer vergangenen 25-jährigen Dienstzeit hat die türkischstämmige Pädagogin Sanem Kleff nicht nur vereinseigene länderübergreifende Strukturen geschaffen, sondern ebenso ein Netzwerk aus hunderten Einzelpersonen und externen Vereinen, die für Projekte an die Schulen vermittelt werden können.
Wird der Verein seinem Ziel gerecht?
Zusätzlich hat jede Schule einen Paten, der im Blick behalten soll, ob auch wirklich regelmäßige Veranstaltungen durchgeführt werden. Das können Personen sein, die sich der Schule persönlich verbunden fühlen, aber auch Personen des öffentlichen Lebens – aus Sport, Kultur oder Politik. Zu den bekannteren Paten zählt etwa der Journalist und Autor Hasnain Kazim.
Aber auch unbekanntere Namen mischen sich darunter – mit Verbindungen ins linksextreme Antifa-Milieu. Pate des Ottheinrich-Gymnasiums in Wiesloch ist etwa der rote Rapper Mal Élevé, in dessen Song „161“ es heißt:
„Wir bauen auf die Antifa, vertrauen nicht dem Vater Staat. Wir bauen auf Migrantifa, bleiben radikal. 161, wir müssen handeln, denn die Zeit ist reif. Sonst wird bald wieder ’33 sein.“
Die Schule schreibt auf ihrer Seite, Pablo Charlemoine, so heißt der Sänger mit bürgerlichem Namen, habe nach der Übergabe des Anti-Rassismus-Siegels noch Lieder „gegen Rassismus und Vorurteile“ zum Besten gegeben, und „für Toleranz und Weltoffenheit begeistert.“
„Cops sind unsere Feinde“
Auf seinem Instagram-Profil wirbt Charlemoine aber nicht nur für die Antifa, sondern schießt auch gegen Kanzler Friedrich Merz („Merz, leck Eier“) und Polizisten („Cops sind unsere Feinde“). Letztlich scheint er aber sogar mit dem politischen System hierzulande zu fremdeln: „Generation für Generation schwimmen wir gemeinsam gegen den Strom. Wir haben alle dieselbe Vision: La Révolution“, heißt es im Lied „Révolution“.
Ist der Rapper ein Ausnahmefall im Courage-Verein oder sind ähnliche Ansichten sogar der Regelfall? Der Kinderbuchautor und Schul-Pate Ricner Fock drückt sich zwar nicht so drastisch aus wie sein Rapper-Kollege, Vielfalts-Werbung und Haltung gegen das konservative Lager vermischen sich jedoch auch bei ihm. Unter einem Instagram-Beitrag, den der Autor gemeinsam mit dem Netzwerk postete, finden sich etwa die Hashtags „#keinherzfürmerz“ oder „#merzverhindern“. Im dazu passenden Text schreibt er: „Ich liebe das bunte Miteinander“. Letzteres wird auf den Social-Media-Profilen des Vereins auch stark zelebriert, der Regenbogen als Zeichen der queeren Community findet sich in unzähligen Beiträgen. Auf Instagram berichtet das Courage-Netzwerk darüber, wie die Diversity-AG des Hellenstein-Gymnasiums in Heidenheim den Pride-Month für ihre Schule gestaltete: Regenbogenwaffeln wurden verkauft, Trans-Armbänder gebastelt und „Sticker und Buttons mit den verschiedenen Pronomen verteilt“.

Neben der Regenbogenfahne halten die Kinder auch die Flagge für „Pansexualität“.
Nur Konservative und Rechtes sollen nicht Teil eines Miteinanders sein. Auch die zusätzlichen Unterrichtsmaterialien und der Social-Media-Auftritt des Vereins lassen an der Ausrichtung keinen Zweifel.
„Werdet aktiv gegen rechts!“
Im Juni 2024 posteten die NGOs einen Instagram-Beitrag mit der Überschrift „Wie Schulen der AfD trotzen“ und stellten im eigenen Themenheft zu „Rechtsextremismus & Schule“ die Frage: „Sollten – oder müssen – bei Diskussionen mit Politiker*innen in Schulen wirklich alle Parteien eingeladen werden?“ Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Maike Finnern, liefert noch im selben Heft noch einen Appell, nach dem die ursprüngliche Frage eigentlich beantwortet wird. Sie sagt: „Zeigt Haltung, werdet aktiv gegen Rechts!“ Nichts rechtsextrem, nicht rechtsradikal: rechts.
Ebenso wenig Spielraum für die AfD lassen die Flyer und Sticker, die im Onlineshop des Netzwerks erworben werden können. Der Aufkleber „Geschichte erinnern“ verwendet zufällig dasselbe Blau wie auch die AfD, ein Recycling-Symbol unter dem namensgebenden Slogan verwendet das typische Rot der Partei. Einen ähnlichen Kleber gibt es auch mit dem Aufdruck „Rassismus erkennen“, nur, dass darauf der Pfeil des Parteilogos zu einer Haifischflosse verändert wurde.

Ob als Aufkleber oder Plakat: Gegen die AfD wettert der Verein, wie hier auf Instagram, ganz offen.
Der Verein hat recht. Hinter dem Schild „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ steckt nicht nur ein dekoratives Element, das den Schulen bescheinigt, von Rassismus befreit zu sein. Vielmehr steckt dahinter ein ganzes Netzwerk aus linken Akteuren, das sich tief in unseren Schulen verankert hat – deutschlandweit.
Mehr NIUS:
Erste islamische Fakultät Europas in Münster gegründet
Vor einer Woche wurde es fertig: Unbekannte beschmieren Ludwig-II.-Denkmal
Party-Patriotismus zur WM: „Deutschlandflaggen sind hier verboten“
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Mehr NIUS:
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Burgerladen wird angefeindet, weil er kein Halal-Fleisch verkauft
„Du schreibst zum Beispiel auch mehr Hassmails bei Hitze“: Moderator Eckart von Hirschhausen drückt der WM seine Klima-Agenda auf
Weil sie Araber und Türken als „größte Gefahr” für Juden bezeichnete: Kölner Theater sagt Auftritt von Autorin Mirna Funk ab
Eric Steinberg
Artikel teilen
Kommentare