Antifaschismus am Limit: Keine Fußpflege für AfD-Wähler in Rüsselsheim
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In großen Lettern prangt auf dem Plakat im Schaufenster: „Und wenn du die AfD gewählt hast, komm mir nicht in die Hütte.“ Darunter gezeichnet: ein großer Mittelfinger. So „wirbt“ aktuell das Fußpflege-Studio „Süße Füße“ in der hessischen Stadt Rüsselsheim um Kunden – oder eben nicht. Wie die Main Spitze berichtet, hat die Inhaberin Anastasia Veloni nach der Europawahl den Drang verspürt, „irgendwas tun zu müssen, persönlich Stellung zu nehmen“ und deshalb das Plakat gemalt und anschließend in das Schaufenster gepackt.
In dem Bericht der Lokalzeitung heißt es, das Plakat habe „viel Aufmerksamkeit in den sozialen Medien“ erfahren. So sei es fotografiert worden und stieß gleichermaßen auf Zustimmung wie auf Ablehnung. Im Gespräch mit der Main Spitze soll die griechischstämmige Inhaberin dabei ausgeführt haben, dass sie „jedem Menschen die Füße machen“ würde, auch AfD-Wählern. Aber der Antrieb, sich zu positionieren, habe stärker gewogen. „Es ist einfach mal ein Statement, und dazu stehe ich.“
„Ich will mich grade machen“
Dabei merkt Veloni, wie es in dem Bericht heißt, dass „sie in einer argumentativen Zwickmühle steckt“: Sie sei einerseits gegen die AfD, aber möchte Menschen nicht wegschicken, die bei ihr vor der Tür stehen. Wobei die Fußpflegerin zwischen dem „normalen“ AfD-Wähler unterscheidet (den sie eigentlich gar nicht meint) und „dem überzeugten AfD-Anhänger oder Funktionär“. Trotz Befürchtung, dass sie Ärger bekommen könnte, will die 33-Jährige nicht zurückstecken. „Ich will mich grade machen, die Leute sollen sehen, wofür ich stehe.“

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