Autobahn-Gesellschaft führt neues Betriebssystem ein, doch es kommt zu spät
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Sommerferien bedeutet Staus. Allein im vergangenen Jahr registrierte der ADAC an den Sommerwochenenenden 38.351 Staus. Die staatliche Autobahn GmbH, zuständig für den Betrieb aller deutschen Autobahnen, will mit einem neuen und einheitlichen Betriebssystem Staus besser erkennen.
Mit einem einheitlichen Betriebssystem für ihre Verkehrsleitzentralen will die Autobahngesellschaft für weniger Staus und mehr Verkehrssicherheit sorgen. „Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse der Menschen“, sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) bei der Vorstellung des neuen Betriebssystems AutobahnOS am Freitag in Frankfurt. „Sie sollen sicher und komfortabel, zuverlässig und klimafreundlich ihr Ziel erreichen.“ AutobahnOS soll demnach bis Ende 2026 in den neun Verkehrszentralen der Gesellschaft in Betrieb sein.
Länderübergreifend Staus erkennen, rechtzeitig umleiten
Anne Rethmann, Geschäftsführerin Finanzen der Autobahn GmbH, erklärt:. Derzeit seien alle Verkehrszentralen nur regional ausgerichtet. Man werde diese in ein System zusammenführen. „Das heißt, wir können diese Daten nutzen, um Verkehre zu steuern.“ Damit solle die vorhandenen Flächen besser genutzt werden. „Wir können, wenn Ereignisse auf der Straße passieren, entsprechende Umleitungen frühzeitig anzeigen. Wir können auch planbare Ereignisse wie Baustellen so organisieren, dass wir immer den Verkehrsfluss im Blick haben.“

42 Verkehrsleitzentralen hat der Bund. Bis 2026 arbeiten diese mit verschiedenen Systemen.
Umstellung dauert bis ins Jahr 2026
Doch die Umstellung auf das neue „AutobahnOS“ dauert bis ins Jahr 2026. Bis dahin leiden sowohl Auto- als auch Bahnfahrer unter einer maroden Infrastruktur. Bundesverkehrsminister Wissing hob die Bedeutung der Autobahn für den zunehmenden Gütertransport hervor. Das Problem der Verkehrsbelastung könne nicht damit gelöst werden, dass der Gütertransport auf die Schiene verlagert werde. „Menschen bestellen im Internet und das kann nicht alles mit dem Zug nach Hause gebracht werden“, sagte der FDP-Politiker. Demnach werde der Güterverkehr auf der Schiene bis zum Jahr 2051 um 33 Prozent wachsen, auf der Straße aber um 54 Prozent.
Infrastruktur schon jetzt am Limit
Im Zuständigkeitsbereich des Bundes liegen rund 40.000 Brücken. Davon sind 1.600 marode. Man müsste statt der rund 200 Brücken pro Jahr eigentlich 400 Brücken pro Jahr sanieren, um der Lage Herr zu werden. Das erklärte die Autobahn GmbH in einem internen Bericht bereits Anfang 2023.
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