Autor Nicholas Emrich über den Politikbetrieb: „Privilegien schlagen in unserem Land Kompetenz, Fleiß und harte Arbeit“
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Mit dem Wort Privilegien verknüpfen Linke gern Hautfarbe, soziale Klasse oder Geschlecht. In seinem neuen Buch „Gier nach Privilegien“ befasst sich der Autor Nicholas Emrich hingegen mit „gesetzlichen Privilegien“.
Im Nachrichten-Talk „Stimmt!“ erklärt Emrich, warum er das für wichtig hält: „Ich stelle die These auf: Privilegien schlagen in unserem Land Kompetenz, Fleiß und harte Arbeit“. Es lohne sich in zu vielen Fällen mehr, vom Staat versorgt zu werden, sei es durch Subventionen oder hohe Diäten, als selbst einer Arbeit nachzugehen. Durch zahlreiche Steuervorteile, kostenlose Inlandsflüge oder die Bahncard 100 sei ein Berufspolitiker-Brutto außerdem nicht mit dem eines Selbstständigen vergleichbar. „Der müsste mindestens 21.000 Euro Gewinn im Monat ausweisen, um auch genauso viel zurücklegen zu können für seine spätere Pension“, so Emrich.

Posiert gern im Flieger und lässt sich ihr teures Make-Up aus Steuergeldern bezahlen: Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne)
„Ausdehnung von Bürokratie“
„Ich beobachte eine Ausdehnung von Bürokratie und Sozialstaat, mit einer ungesunden Symbiose aus einer Politik, die sich daran gewöhnt hat, dass ihre Aufgabe das Verteilen von Geschenken sei“, sagt der Autor im Stimmt-Talk. Neben einem aufgeblähten Parteienstaat leiste sich Deutschland zudem den „teuersten Rundfunk der Welt“.
Besonders kritisch sieht Emrich vor allem die jungen Abgeordneten, die 20.000 Euro im Monat erhalten, häufig ohne die nötige Sachkompetenz mitzubringen. Doch auch ausufernde Friseur- und Make-Up-Kosten für Politiker, sowie der inflationäre Gebrauch von Privatflugzeugen, auch wenn man hätte Linie fliegen können, machten in den vergangenen Monaten immer wieder Schlagzeilen. Emrich fasst zusammen: „Der Kuchen soll bei jeder Regierung größer werden“.
Die ganze Sendung „Stimmt!“:
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