Bachelor-Debakel: Nur 30 Prozent schaffen ihr Studium in vier Jahren
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Nur knapp ein Drittel der über 500.000 Studenten, die im Jahr 2019 ein Bachelorstudium aufgenommen haben, hat das Studium innerhalb von acht Semestern beendet. Zwischen den Frauen und Männern gibt es dabei deutliche Unterschiede: Die Quote bei den weiblichen Studenten liegt bei 36 Prozent, bei den Herren sind es dementsprechend 25 Prozent.
Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind auch deshalb besonders alarmierend, weil die Regelstudienzeit an deutschen Hochschulen und Universitäten in den meisten Fällen nur sechs Semester beträgt. Heißt: Selbst bei einer Studienzeitverlängerung von einem Jahr schafft es gerade einmal ein kleiner Teil zum Abschluss.

Männer brauchen für den Abschluss ihres Studiums deutlich länger
Geisteswissenschaftler brauchen am längsten
Die Unterschiede sind jedoch nicht nur zwischen den Geschlechtern spürbar, sondern auch zwischen den einzelnen Fächergruppen. So kommen in der Gruppe der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften immerhin 39 Prozent der Studenten nach acht Semestern zum Abschluss, am niedrigsten ist die Quote bei den Geisteswissenschaften. Lediglich 22 Prozent absolvieren ihr Studium innerhalb von vier Jahren, die Geschlechterunterschiede sind hier zudem besonders spürbar: 27 Prozent bei den Frauen im Vergleich zu zwölf Prozent bei den Herren.
Die Masterstudenten sind insgesamt erfolgreicher: 51 Prozent schaffen es nach sechs Semestern, mit ihrem Studium fertig zu werden. Allerdings wurde auch hier ein Extra-Jahr hinzugefügt, die übliche Regelstudienzeit liegt bei den Masterstudiengängen überlicherweise bei vier Semestern. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind hier jedoch geringer: 54 Prozent sind es bei den Frauen, 49 Prozent bei den Männern.
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