Bäcker-Not: Dramatischer Einbruch bei Azubi-Zahlen!
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- Brot in Not! Erst Energiepreis-Krise, jetzt akuter Azubi-Mangel.
- 11 Prozent weniger Auszubildende.
- Verband fordert: Wohnheime für den Handwerker-Nachwuchs, damit Auszubildende sich Miete leisten können.
Alle essen Brot, aber keiner will es backen … Große Nachwuchs-Sorgen in unseren Backstuben!
Dem Bäckerhandwerk in Deutschland fehlen zunehmend die Nachwuchskräfte. Die Zahl der Auszubildenden Bäcker und Bäckerei-Fachverkäufer ist (noch einmal!) dramatisch gesunken. Laut Zentralverband des Bäckerhandwerks gab es im vergangenen Jahr 4211 angehende Bäcker und 6495 angehende Bäckereifachverkäufer in Ausbildung – ein Rückgang um mehr als 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Zum Verlgeich: 2015 zählte der Zentralverband noch mehr als 18 800 Azubis in der Branche, 2019 rund 14 800. Jetzt sind es noch gut 10 700.
Hörsaal statt Handwerk – darin sehen die Bäcker einen Grund für die Krise: „Der Akademisierungstrend der vergangenen Jahrzehnte muss gestoppt werden, indem die Berufsorientierung an allen Schulen, insbesondere an Gymnasien, weiter verbessert und ausgebaut wird“, sagte Friedemann Berg vom Zentralverband. Zudem forderte er mehr Wohnangebote für Auszubildende, parallel zu Studentenwohnheimen zum Beispiel Azubi-Wohnheime. „Die Wohnungsnot in den Städten führt mittlerweile dazu, dass Ausbildungsverträge nicht zustande kommen, weil die Bewerber keinen bezahlbaren Wohnraum finden“, sagte Berg.
Ihre Ausbildung 2022 abgeschlossen haben dem Verband zufolge etwas mehr als 1250 Bäcker und mehr als 1900 Azubis im Fachverkauf. „264 Gesellen schlossen erfolgreich ihre Meisterprüfung ab, darunter 86 Frauen, was einer Zunahme von 34,4 Prozent entspricht“, teilte der Zentralverband zudem mit. Insgesamt sank demnach aber die Zahl der bestandenen Meisterprüfungen um 11,7 Prozent.
Die Azubi-Krise ist nicht das einzige Problem der Branche: Im vergangenen Jahr sind 780 Bäckerei-Unternehmen vom Markt verschwunden, das sind fast vier Mal so viele wie noch vor zwei Jahren. Hauptgrund: Die explodierenden Energiepreise.
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Redaktion
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