Bei Mallorca-Regatta: Killerwale greifen immer wieder Boote an
Die Schlagzeilen häufen sich: Orcas, auch bekannt als Killerwale, nähern sich Schiffen vor der spanisch-portugiesischen Küste, beißen in die Ruder oder rammen den Rumpf. Erst vor zehn Tagen wurde ein Segelboot auf dem Weg zur Mallorca-Regatta „Copa del Rey“ bei einem solchen Vorfall erheblich beschädigt. Nun traf es ein weiteres Teilnehmerschiff, die „Kapote III“.
Die Wissenschaftler rätseln, warum sich die Tiere vor der iberischen Küste so auffällig verhalten. Alfredo López, ein Biologe der Universität Santiago, glaubt nicht, dass das Verhalten aggressiv ist. Er vermutet, dass die Ereignisse aus der neugierigen und spielerischen Verhaltensweise der Orcas resultieren könnten, ähnlich wie Delfine, die versuchen, die Boote zu überholen. Eine andere Theorie ist, dass die Orcas aufgrund eines vorherigen traumatischen Vorfalls vorsichtiges Verhalten zeigen könnten.
Aus Sicht der Boots-Besitzer sind es wohl eher Angriffe.
Keine „Attacken“, sondern "Interaktionen"
Die Wissenschaftler der Organisation „GT Orca Atlántica“ (GTOA) betonen jedoch, dass die Tiere nicht darauf aus seien, Menschen zu verletzen. Sie sprechen auch ausdrücklich nicht von „Attacken“, sondern von „Interaktionen“. Die Organisation erklärt auf ihrer Webseite, dass iberische Orcas eigentlich Delfine sind und ihre Bezeichnung als „Killerwale“ völlig falsch sei, da sie keine Menschen fräßen.
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