Bericht der Stadt Koblenz: An vielen Schulen haben mehr als 70 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund
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Die Mosel, Weinfeste, Altstadt und Sauerbraten. Diese Dinge verbinden viele Menschen mit der rheinland-pfälzischen Stadt Koblenz. Laut einem aktuellen Bericht der Stadt zeichnet sich der malerische Ort jedoch nicht nur durch Riesling-Wein und seine faszinierende Landschaft aus:
Wie in vielen anderen Städten Deutschlands kämpft auch Koblenz mit einer explodierenden Zahl von Schülern mit Migrationshintergrund.
Laut dem kürzlich erschienenen „Schulentwicklungsbericht Grundschulen 2023“ der nun von der Stadt Koblenz herausgegeben wurde, haben aktuell bis zu 70,4 Prozent der Koblenzer Grundschüler einen Migrationshintergrund. Dem Bericht zufolge haben an den Schulen in Lützel, Neurendorf, St. Castor und Metternich-Rohrerhof „zwei Drittel und mehr Kinder einen Migrationshintergrund“, außerdem ist der Anteil von migrantischen Kindern an mehreren Grundschulen innerhalb der letzten zehn Jahre um 30 Prozent gestiegen, nur an zwei Grundschulen soll „der derzeitige Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund unter dem von 2014“ liegen.

Insgesamt ist die Zahl der Grundschüler mit Migrationshintergrund in Koblenz im letzten Jahr auf 42,8% geklettert, an einzelnen Schulen gibt es dabei sogar Migrationsquoten von bis zu 70,4%. Statistik: Statistisches Landesamt RLP.
Während es immer mehr Kinder mit Migrationshintergrund an den Koblenzer Grundschulen gibt, sinkt gleichzeitig die Zahl der Schüler, die daheim Deutsch sprechen. So fand der Bericht heraus, dass Arabisch die am häufigsten praktizierteste Familiensprache der Schüler sei und 98,7 Prozent der Schüler mit ihren Familien daheim nicht Deutsch sprachen.
Islam im Klassenzimmer überrepräsentiert
Neben einem starken Zuwachs von Kindern mit Migrationshintergrund wird auch die Anzahl von muslimischen Schülern in Koblenz immer präsenter. So sei laut dem Bericht der Anteil der katholischen Schüler seit „Beginn der Zeitreihe um 22 Prozentpunkte zurückgegangen, wohingegen sich der Anteil der islamischen Schülerinnen und Schüler auf 21 Prozent verdoppelt hat“. Laut dem Bundesministerium des Innern und für Heimat wird die Anzahl der Muslime in Deutschland auf 6,4 und 6,7 Prozent der deutschen Gesamtgesellschaft geschätzt, mit 21 Prozent ist die islamische Religion an Koblenzer Schulen stark überrepräsentiert.

Während es immer weniger Schüler katholischen Glaubens an Koblenzer Grundschulen gibt, steigt die Anzahl muslimischer Schüler (in dieser Grafik mit lila dargestellt) rapide. Vor allem in Metternich-Rohrendorf, Neuendorf, Wallersheim und Lützel wird die Entwicklung deutlich. Statistik: Statistisches Landesamt RLP.
Nicht nur Koblenzer Schulen sind von hohen Migrationsquoten betroffen
Nicht nur in Koblenz, sondern bundesweit beschäftigt das Thema der hohen Migrationsquoten deutsche Schulen, so warnt auch der Präsident des deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, vor einer Überlastung des deutschen Schulsystems durch Einwanderung. Dieser beklagte gegenüber Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass die Zuwanderung von 2015 sowie die Zuwanderung im Kontext des Ukraine-Krieges dazu führten, dass immer weniger Kinder in deutschen Schulen der Landessprache mächtig wären. Während die Migrantenquoten an Koblenzer Grundschulen teilweise bei über 70 Prozent liegen, machte der ehemalige Präsident des Deutschen Lehrerverbandes Heinz-Peter Meidinger bereits vergangenes Jahr in einem Interview mit der Bild deutlich: „Ab einem Anteil von 35 Prozent von Kindern mit Migrationshintergrund in einer Klasse nehmen die Leistungen überproportional ab“.
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