Berlin: Singles sollen nur noch Ein-Raum-Wohnungen mieten dürfen
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- Berliner Singles sollen künftig nur noch Ein-Zimmer-Wohnungen bei landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften mieten dürfen, Paare maximal Zwei-Zimmer-Wohnungen.
- Hintergrund des Regierungs-Plans: akuter Wohnungsmangel in der Hauptstadt.
- Kritik kommt von der FDP, die eine Bau-Offensive statt Miet-Regeln fordert.
Es herrscht akute Wohnungsnot in Berlin!
Und die Landesregierung von CDU und SPD? Will durchsetzen, dass Singles im eigenen Machtbereich nur Ein-Raum-Wohnungen mieten dürfen …
Kein Scherz: Ein aktueller Entwurf für eine Vereinbarung zwischen dem Berliner Senat und den Wohnungsbaugesellschaften sowie der Berlinovo legt nahe, dass Ein-Raum-Wohnungen nur noch an einen einzelnen Menschen abgegeben werden dürfen und Paare nur noch maximal Zwei-Zimmer-Wohnungen bekommen sollen. Zuerst hatte der Tagesspiegel über das Papier berichtet. Verantwortlich für den Wohnungssektor in der Hauptstadt ist SPD-Senator Christian Gaebler.
Absurd: Alle sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sowie die Bestände der Berlinovo, die unbefristet und nicht möbliert vermietet werden, könnten von dieser Regelung betroffen sein, sollte der Entwurf umgesetzt werden. Der Senat plant also auch, den bereits vergebenen Wohnraum umzuverteilen.

Der Generalsekretär der Berliner FDP, Lars Lindemann, kritisiert das Vorhaben der Großen Koalition scharf.
Die Opposition äußerte bereits Kritik an dem Entwurf. Lars Lindemann, Generalsekretär der FDP Berlin, bezeichnete die Vorgaben des Senats als „beschämend“. Lindemann weiter: „Jahrzehntelang wurden die Neubauziele verfehlt und nun müssen die Berlinerinnen und Berliner dafür geradestehen.“ Er fordert eine Neu-, Um- und Ausbau-Offensive, um die Wohnungsnachfrage zu decken, anstatt sich auf Vergesellschaftung und Bestandskäufe zu konzentrieren.
Immer wieder wird von wirtschaftsliberaler Seite kritisiert, dass ein Eingriff in den Markt Investoren und somit Neubau abschrecken würde.

Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, und Christian Gaebler (SPD), Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, stehen vor einem Neubauprojekt in Berlin.
Im Wahlprogramm der Berliner CDU wurde eine Neubau-Offensive versprochen, die bisher auf sich warten lässt. Auch die Berliner SPD, die den Bausenat leitet, sprach von 200.000 neuen Wohnungen bis 2030 – greift nun aber doch lieber zu linken Werkzeugen wie Regulierung und Umverteilung …
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