Bürgermeister von Landrat überrascht: 500 Flüchtlinge für 4000-Seelen-Gemeinde
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- In Rott am Inn, einer Gemeinde mit etwa 4000 Einwohnern, ist eine Sammelunterkunft für 500 Flüchtlinge geplant.
- Der Landkreis Rosenheim hat ohne Beteiligung der Gemeinde einen Mietvertrag für die Unterbringung unterschrieben.
- Bürger und Bürgermeister zeigen starken Widerstand gegen das Projekt.
In Rott am Inn herrscht Aufruhr: Eine geplante Sammelunterkunft für 500 Flüchtlinge in einem 4000-Einwohner-Dorf stößt auf massive Ablehnung. Bei einer Bürgerversammlung mit Landrat Otto Lederer kam es zu heftigen Diskussionen, geprägt von Kritik und Unverständnis. „Die Luft war zum Schneiden dick“, so beschreibt ein Bericht des Bayerischen Rundfunk die Stimmung im Wirtssaal und ergänzt: „Rott rotiert“.

Ein Plakat der Bürgerinitiative
Mangelnde Einbindung und unerwartete Entscheidungen
Die Entscheidung für die Sammelunterkunft traf das Landratsamt ohne vorherige Abstimmung mit der Gemeinde, was zu großer Frustration führte. Besonders irritierend für die Einwohner: Die Details zum Mietvertrag wurden erst nach der Landtagswahl bekannt, ein Zeitpunkt, der für Skepsis sorgte. Bürgermeister Daniel Wendrock äußerte, dass Rott nicht in der Lage sei, einen so großen Anteil an Flüchtlingen aufzunehmen, und kritisierte die Überforderung der Infrastruktur.
Die Planungen des Landratsamtes sind fortgeschritten, doch der Widerstand in Rott wächst. Bürgermeister Wendrock hat angekündigt, mit Anwälten gegen das Projekt vorzugehen. Sorgen um Sicherheit und Integration prägen die Debatte. Landrat Lederer betont die Dringlichkeit der Unterbringung, aber die Bürger sehen das anders: „Nächstes Jahr ist wieder Wahl“ und „Wir sind die Wähler“, waren unter anderem die Reaktionen.

Bürgermeister Daniel Wendrock (rechts)
Kleine Gemeinden im Dilemma der Flüchtlingsverteilung
Die Situation in Rott am Inn verdeutlicht das Dilemma kleiner Gemeinden im Angesicht großer Herausforderungen. Während die Notwendigkeit der Flüchtlingsunterbringung unbestritten bleibt, zeigt der Fall Rott, dass die Art und Weise, wie solche Entscheidungen getroffen und kommuniziert werden, entscheidend für die Akzeptanz in der Bevölkerung ist.
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