CDU-Politikerin unter Polizeischutz: Linke Aktivisten stürmen Hörsaal und verhindern Trans-Debatte
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Die Universität sollte ein Ort der Debatte sein – an der Georg-August-Universität in Göttingen war das zum wiederholten Male nicht möglich.
Die CDU-Politikerin Mareike Wulf wollte einen kritischen Vortrag zum Selbstbestimmungsgesetz der Ampel-Regierung an der Göttinger Uni halten. Doch über 100 linksradikale Aktivisten stürmten den Hörsaal und störten die Veranstaltung mit Trillerpfeifen, lauter Musik und Gebrüll so lange, bis sie abgebrochen wurde.
Die CDU-Politikerin wurde von der Polizei aus dem Hörsaal geleitet.

Aufruhr im Hörsaal: an der Georg-August Universität in Göttingen stürmten linksradikale Aktivisten den Vortrag der CDU-Abgeordneten Mareike Wulf wegen angeblicher Transfeindlichkeit.
„Das klare Ziel dieser Menschen war es, die Veranstaltung nicht stattfinden zu lassen. Ich habe nicht einmal ,Guten Tag‘ sagen können, meine Position hat keine Rolle gespielt, man hat nicht einmal versucht, mir zuzuhören. Für die linken Aktivisten war klar, dass ich eine ,transfeindliche Hetzerin‘ bin“, sagte die CDU-Politikerin zu NIUS. Und weiter: „Das geht so aber nicht. Wir müssen unseren freien demokratischen Diskurs pflegen und schützen.“ Körperlich bedroht gefühlt habe sie sich nicht, betont Wulf.
„Identität auf dem Prüfstand: Selbstbestimmung ohne Grenzen?“, lautete der Titel des Vortrags, den Wulf im Rahmen einer Veranstaltung des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) halten wollte. Darin sollte es unter anderem hinterfragt werden, „ob das Gesetz nicht mehr Probleme schafft als es löst“ und inwiefern vulnerable Gruppierungen wie Kinder und gesellschaftliche Bereiche wie Sport vor den Gefahren des Ampel-Selbstbestimmungsgesetzes geschützt werden könnten.
Linksradikale Aktivisten stürmen Hörsaal
Kurz nach Beginn der Veranstaltung wurde diese jedoch von mehr als hundert linksradikalen Aktivisten und Studenten gestört, die den Hörsaal stürmten, Banner mit Trans- und Regebogenflaggen hochhielten und die Veranstaltung lautstark störten. Es wurden zudem Parolen wie „Nazis gibt's in jeder Stadt, bildet Banden, macht sie platt“ skandiert. Trotz der Bemühungen der Sicherheitskräfte, die Lage zu beruhigen, konnte der Vortrag nicht wie geplant abgehalten werden.
Laut einer Pressemitteilung des RCDS Göttingen musste die Diskussionsveranstaltung „aufgrund von Störungen und Sicherheitsbedenken abgebrochen“ und Mareike Wulf „unter Polizeischutz in Sicherheit gebracht“ werden.

So riefen die Aktivisten zur Störung des Vortrages auf.
Bereits im Vorfeld der Veranstaltung riefen linksradikale Gruppierungen wie die Linksjugend Göttingen dazu auf, den Vortrag zu stürmen und „zu zeigen, dass Trans*feindlichkeit keinen Platz hat - Weder in der Uni, noch allgemein in Göttingen“ und warfen der CDU-Abgeordneten Mareike Wulf vor „öfters Hetze gegen trans* Menschen“ zu betreiben.
Der Vorsitzende des RCDS Göttingen, Moritz Germann, zeigte sich schockiert, „dass diejenigen, die ständig Toleranz fordern, selbst nicht bereit sind, diese zu gewähren“. Er merkt außerdem an: „Die Universität müsse sich die Frage gefallen lassen, warum sie sehenden Auges einen solchen Verlauf hingenommen hat und warum das Verhalten der Störer toleriert wird.“
Mehr NIUS: Der Widerstand wächst: Fachgesellschaft positioniert sich gegen Behandlung von Transjugendlichen
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Joelle Rautenberg
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