Cicero-Herausgeber Marguier über Anti-Rechts-Demos: „Völlig absurd, dass die Regierung auf die Straße geht …“
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Seit Wochen gehen hunderttausende Menschen im ganzen Land auf die Straße, um für Demokratie zu demonstrieren. „Völlig in Ordnung“, sagt Alexander Marguier, Herausgeber des Cicero. „Es wäre natürlich noch angebrachter, wenn man das Gefühl hätte, Demokratie ist in Gefahr. Und ich habe nicht den Eindruck, dass die Demokratie in Deutschland in Gefahr ist“, so Marguier im Gespräch mit „Schuler! Fragen, was ist“.
Er habe sogar ein „Störgefühl“, wenn er den Anlass für die Demos sieht – nämlich die Enthüllungen eines „vom Staat alimentierten“ Journalistenkollektivs namens Correctiv. Die Journalisten hätten „eine private Versammlung in Potsdam mehr oder weniger offenbar mit geheimdienstlichen Mitteln ausgespäht“ und dann „kolportiert, was auf dieser Veranstaltung gesagt sein worden soll“. Er habe noch keine Dokumente gesehen, aus denen hervorgeht, was tatsächlich gesagt wurde, während die Öffentlichkeit einfach so hinnähme, dass angeblich die Deportation von Deutschen mit Migrationshintergrund geplant wurde.
Marguier: „Es wurde eine Parallele sogar hergestellt zur Wannseekonferenz, wo also die systematische Judenvernichtung besprochen wurde. Ein ungeheurer Vergleich meines Erachtens, und das steht einfach mal so im Raum. Die versammelte deutsche Medienlandschaft nimmt es als eine Tatsache hin, als hätte es sich wirklich so abgespielt.“

Marguier im Gespräch mit NIUS-Politik-Chef Ralf Schuler
Die „Geheimplan gegen Deutschland“-Recherche wurde von staatlichen finanzierten Journalisten publiziert, betont der Cicero-Chef. „Und dann geht der Kanzler höchstpersönlich hin und demonstriert mit. Ich frage mich wirklich: Wofür oder wogegen demonstriert er da eigentlich? Das ist eine völlig absurde Situation, dass die Regierung selbst auf die Straße geht, um gegen was auch immer zu demonstrieren. Und dann noch der Kanzler, der ein paar Wochen vorher im ,Spiegel‘ gesagt hat, man müsse jetzt massenhaft abschieben …“
Das ganze Gespräch mit Alexander Marguier finden Sie hier:
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Ralf Schuler
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