„Das Gewaltproblem, das wir bislang auf den Straßen hatten, wandert jetzt in die Kliniken“
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Jeden Tag kommt es in Deutschland zu gewaltvollen Auseinandersetzungen, Drohungen und teils maßloser Aggressivität gegenüber Service-Personal – egal, ob auf dem Amt, im Freibad oder im Krankenhaus. Oft sind die Täter migrantisch und oft passiert nach der Tat erst einmal nichts. So auch in Essen, wo sechs Mitarbeiter des Elisabeth-Krankenhauses von mutmaßlichen Clan-Mitgliedern angegriffen wurden. Eine 23-jährige Frau wurde so schwer verletzt, dass sie nun selbst im Krankenhaus behandelt werden muss.
Einer der Angreifer, ein 41-jähriger Mann mit türkisch-libanesischen Wurzeln, wurde daraufhin festgenommen, schließlich aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Ein weiterer Schläger ist auf der Flucht. Die Gewalt-Szene ereignete sich, nachdem ein Patient verstorben war.
„Im Sommer die Freibäder und jetzt sind die Kliniken dran“, kommentiert NIUS-Politikchef Ralf Schuler. „Wir machen uns insgesamt bei den Problemen der Migration nicht ehrlich“. Migration werde in Debatten stets von den Problemen getrennt, die sie mit sich bringe. Dass die Masseneinwanderung von jungen, gewaltbereiten Männern eine Rolle spielen könnte in der insgesamt steigenden Gewalt im öffentlichen Raum, solle nicht erwähnt werden.
„Viele Fälle werden gar nicht angezeigt“
„Die Kassenärztliche Vereinigung sagt schon lange, wir haben einen Anstieg von Gewalt. Wir haben bundesweit eine Menge Kliniken, die jetzt Sicherheitspersonal an den Eingängen haben. Als ich jung war, brauchte es kein Sicherheitspersonal“, so Autorin Birgit Kelle bei NIUS Live. „Wir haben es hier offenbar mit denselben Milieus zu tun, die sich auch auf den Straßen nicht so benehmen, wie wir das in unserer westlichen Kultur gewohnt sind.“ Es könne nicht die Lösung sein, nun Sicherheitspersonal vor Kliniken zu installieren und Krankenhausmitarbeiter in Selbstverteidigung zu schulen, findet Kelle. „Es kann nicht sein, dass wir ein sowieso schon überfordertes Krankenkassensystem jetzt noch mit den Kosten für Security überlagern.“
Das Problem müsse beim Namen genannt werden: illegale Migration. Die Zahlen der Vorfälle schätzt Kelle noch höher. „Viele werden gar nicht angezeigt, weil es im Klinikalltag untergeht. Wir müssen davon ausgehen, dass die Situation in den Krankenhäusern eigentlich noch viel schlimmer ist.“ Das habe primär Auswirkungen auf das Personal, letztlich aber auf jeden, der ärztliche Behandlung in Anspruch nimmt. Denn, wenn zukünftig die Eingänge von Arztpraxen und Kliniken versperrt sind, müsse jeder Patient an der Pforte Einblick in seine intime, gesundheitliche Historie gewähren, so Schuler.
Die ganze Sendung NIUS Live:
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