Debatte nach Trump-Attentat: Hat der Secret Service ein Frauen-Problem?
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Diese Frage stellen sich viele Amerikaner nach dem versuchten Attentat auf Donald Trump.
Auf den Videos geben sie keine gute Figur ab: Weibliche Agenten des amerikanischen Geheimdienstes reagieren panisch und überfordert, statt ihren Job zu erledigen, der hier darin bestand, einen viel gehassten amerikanischen Präsidentschaftskandidaten unter Einsatz ihres Lebens zu schützen. Time-Magazin und Fox News diskutieren, ob weibliche Vielfalt im Secret Service zu forcieren, ein sinnvolles politisches Programm ist.
Diese Secret-Service-Agentin versteckte sich hinter Trump, während sie sich eigentlich schützend vor ihn hätte stellen müssen. Ihr männlicher Kollege wirft sich über Trump, was in solchen Situationen die Pflicht der Beamten ist.

Der Secret Service gab kein gutes Bild ab.
Fast 100-tausend Nutzern gefällt, dass der Kolumnist Benny Johnsons kein Blatt vor den Mund nimmt: „DEI Secret Service make Presidents LESS Safe“. DEI steht dabei für Diversität, Equity (Gleichstellung) und Inklusion.
Der in den USA sehr bekannte konservative YouTuber kritisierte außerdem, dass Ausrüstung auf den Boden fiel, „unregelmäßige, ängstliche Bewegungen“ dominierten und insgesamt „keine Machtdemonstration, Gelassenheit“ erkennbar war.
Der Veteran, Comedian und Schauspieler Vincent Oshana kritisierte: „DEI almost had Trump DIE.“ DEI steht für das Programm, „Diversity, Equity und Inclusion“ in Unternehmen und Institutionen zu fördern.

Welchen Preis kostet die Diversität in klassischen Männerberufen, in denen es um gefährlichen Personenschutz geht?
Diversity-Politik der Democrats
Die Diskussion darüber, ob das Woke-Programm sinnvoll ist, findet auch in großen amerikanischen Medien statt. Das Time-Magazin reagierte damit auf die Kritik des republikanischen Politikers Tim Burchett, der im Interview mit Fox News sagte: „Sie haben einen DEI – im Grunde eine Person der DEI-Initiative, die unseren Geheimdienst leitet“. „Das passiert, wenn Sie nicht die besten Spieler einsetzen.“

Time, 15.07.24
Tim Burchett forderte den Rücktritt von Secret-Service-Chefin Kimberly Cheatl, die sich für mehr Frauen im Secret Service einsetzt. Hier ist ein Kampagnen-Video, das sich für das Ziel starkmacht, bis 2030 die Quote bei den weiblichen Auszubildenden auf 30 Prozent zu erhöhen. Es verwundert nicht, dass Cheatl 2022 von Präsident Joe Biden zur Leiterin ernannt wurde.
Diskussion auch in Deutschland
Auch in Deutschland gibt es die Frauen-Kontroverse – zuletzt bei der Polizei. Beim Attentat auf Islamkritiker Michael Stürzenberger, bei dem die Polizei eine eher durchwachsene Figur abgab (NIUS berichtete), waren es insbesondere Polizeibeamtinnen, die sich, augenscheinlich in Schockstarre, eher im Hintergrund hielten. 2020 sorgte ein Polizeieinsatz für Aufsehen, der sogar zu einer Verurteilung fühlte. Weil zwei Polizistinnen „in Todesangst“, wie sie später sagten, aus einem Schusswechsel mit einem Drogendealer geflüchtet waren – und dabei ihren männlichen Kollegen im Stich ließen. Das Polizeiauto blieb unverschlossen zurück: an Bord Maschinenpistolen samt Munition.
Das Leben hält sich nicht an die Dogmen der politischen Korrektheit. Ist es Aufgabe von Frauen, Männer zu schützen? Sind sie in Einsätzen, in denen es um Leben und Tod geht, unterm Strich wirklich genauso gut wie ihre männlichen Kollegen? Oder gibt es hier einfach natürlich angelegte Unterschiede, die kein Diversity-Programm aus der Welt schaffen kann? Die Notwendigkeit, diese Fragen ehrlich zu diskutieren und zu beantworten, drängt sich nach Anschlag auf den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump einmal mehr auf.
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