Der Hass der TikTok-Prediger: So wird der Islamisten-Mord gefeiert
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Bei einem brutalen Anschlag auf einer islamkritischen Kundgebung der Bürgerbewegung „Pax Europa“ wurde der politische Aktivist Michael Stürzenberger vergangene Woche von dem mutmaßlichen afghanischen Islamisten Sulaiman A. schwer durch eine Messerattacke verletzt, ein Polizist starb. Seit Tagen drücken nicht-islamische Medien und Politik ihre Verurteilung für den Anschlag in Reden, Talkshows und Social-Media Beiträgen aus, gleichzeitig werden die Stimmen von islamischen Predigern, die den Anschlag für gerechtfertigt oder gar „eine Bestrafung Allahs“ halten in den sozialen Medien immer lauter.
„Ummah Television“ nennt sich der Account einer jungen muslimischen Frau auf der Social Media-Plattform TikTok. Er ist neben bekannten Accounts mit Namen wie „Muslim interaktiv“, „Islam Wissen“ oder „Islam ist die Wahrheit“ einer von vielen Accounts auf der chinesischen Internetplattform, der das von Islamisten oft genutzte Narrativ verbreitet, dass Muslimen in Deutschland der Mund verboten und „die Meinungsfreiheit genommen“ würde.

„Ummah Television“ bezeichnet sich auf der Plattform TikTok als „Ort für muslimische Infos“ und „Muslim Awareness“.
„Der hat auch an dem Platz eine Israelflagge aufgehängt“
Wer den Worten der jungen Frau von „Ummah Television“ folgt, könnte schnell zu dem Schluss kommen, dass es eine Art anti-muslimische Verschwörung in Deutschland geben muss. So appelliert die junge Mutter mit Kopftuch und sanfter Stimme in einem Video an ihre Zuschauer, nicht der „Mainstream Social-Media Welt“ zu glauben, da diese ohnehin nur aus „Islamhass-Propaganda“ bestehen würde. Basierend auf dieser Logik ordnet die Islampredigerin auch den Angriff auf den Islamkritiker Michael Stürzenberger als selbstverschuldet ein:
@ummah.television #michaelstürzenberger wurde auf offener Straße erstochen! #islamhass #staatsräson #Mannheim #messerstecherei #Muslime #islam #fürdich #fyp ♬ original sound - ummahTV
In ihrem neuesten Video mit über 31.000 Klicks bezeichnet die junge Muslima den Aktivisten als „Islamhasser“ und „Islamhetzer“ und rechtfertigt den Messerangriff des Täters Sulaiman A. damit, dass dieser „wahrscheinlich einfach aggressiv geworden ist aufgrund der Islamhetze und der Propaganda, die geschürt wird.“ Daneben findet „Ummah Television“ noch ein Motiv, welches die Tat rechtfertigen soll: „Der Michael Stürzenberger hat auch an dem Platz eine Israelflagge aufgehängt und darunter ‚politischer Islam sollte aufhören‘ und dementsprechend wurde der Angriff von dem Angreifer durchgesetzt.“

Laut dem Tiktok-Account „Ummah Television“ war die Israelflagge an Stürzenbergers Stand Grund für den Angriff.
In dem über neun Minuten langen TikTok-Video schwankt der Ton der Islam-Influencerin immer wieder zwischen Verurteilung und Rechtfertigung für den Angriff. So sagt die junge Muslima einerseits, dass es ihr „sehr, sehr leid“ tut, „was ihm passiert ist“, beendet den Satz dann aber mit: „Ich muss aber auch sagen: Was erwartet er?“ und erklärt den Angriff auf Stürzenberger damit, dass dieser und sein Team „sehr provokant“ wären, was dazu führen würde, dass „Muslime, die sich nicht beherrschen können, emotional reagieren“.
Verurteilung hat die verschleierte Frau vor allem für die Polizei übrig: „Ich finde es auch wirklich erschütternd, dass die Polizei ihm [dem Täter, Anm. d. Red.] in den Kopf geschossen hat“ sagt diese und bezeichnet das Eingreifen der Polizei als „Skandal der deutschen Polizei“. Am Ende des Videos folgt wie in anderen bekannten Videos aus der islamistischen Szene noch ein Appell an andere junge Muslime:
„Es ist jetzt an der Zeit, dass du deinen Mund aufmachst und dass du dich gegen diese Assimilationspolitik und diese Staatsraison aussprichst, gerade in so einer Zeit und gerade nach diesem Vorfall, denn jetzt, genau jetzt, wird das als Fressen und als Vorzeigebild genommen, um diese Propaganda vom Nahosten zu unterstützen und größer zu machen.“
„Der beleidigt meine Propheten“
Auch für den Tiktok-Prediger „Muslim Maturidi“ ist die Gewalt an dem Islamkritiker gerechtfertigt. Auf der Social-Media-Plattform X geht derzeit ein Video mit über einer halben Million an Aufrufen viral, in dem der muslimische Prediger den Anschlag auf Stürzenberger nicht nur verteidigt, sondern sogar öffentlich gutheißt.

Der TikTok-Prediger „Muslim Maturidi“ in einer umstrittenen Live-Übertragung.
„Der beleidigt meine Propheten, beleidigt meine Geschwister, beleidigt meine Kopftuchgeschwister, beleidigt jeden einzelnen Moslem und dann erwartet er von mir Mitleid?“, fragt der junge Mann erzürnt in die Kamera. Mehrmals betont der TikTok-Prediger in seinem Video, dass er kein Mitleid gegenüber Stürzenberger empfinde und wendet sich an die Zuschauer: „Denkst du, ich schäme mich für meine Religion? Ich schäme mich nicht, ganz einfach.“ Am Ende seines Videos schlussfolgert „Muslim Maturidi“:
„Inshallah [arabisch für so Gott es will oder hoffentlich, Anm. d. Red] stirbt er.“
„Muslim Maturidi“ ist jedoch nicht der einzige, der dem Islamkritiker Michael Stürzenberger den Tod wünscht.
„Ich schwöre bei Allah, der is’ mein Vorbild“
Auch ein Mann, der sich auf TikTok „Imam Meti“ nennt, rechtfertigt den Messerangriff auf den Islamkritiker in einem verstörenden TikTok-Video, welches mittlerweile von der Plattform gelöscht wurde, aber weiterhin auf X zirkuliert. Im Video bezeichnet er den Angriff als „Gute Nachricht“ und wünscht dem Täter, dass er die „höchste Stufe im Paradies“ bekommt, außerdem bietet er dem Täter an, ihm Geld und Essen als Belohnung für sein Attentat zukommen zu lassen.
„Inshallah [arabisch für so Gott es will oder hoffentlich, Anm. d. Red.] passiert das mit Ex-Muslimen“ und „Jeder Islamhasser wird kassieren mit Messer“ fantasiert der radikale Moslem in seinem Video. Auch daran, dass der Täter es schaffte, den nun verstorbenen Polizisten zu verletzen, erfreut Imam Meti.
„Ich schwöre bei Allah, der is’ mein Vorbild, dieser Junge is' mein Vorbild“, spricht der TikTok-Prediger hasserfüllt in die Kamera.
Politiker unterschätzen das Problem
Auch wenn Politiker wie die SPD-Bundesinnenministerin Nancy Faeser oder der Grünen-Innenexperte Konstantin von Notz das Attentat-verherrlichende Video des TikTok-Predigers „Imam Meti“ gegenüber der Bild verurteilten, lassen sich auf TikTok zahlreiche weitere Videos finden, in denen junge Muslime sich mit dem Attentäter solidarisieren oder den Angriff auf den Politiker durch eine angebliche „Islamfeindlichkeit“ in der deutschen Gesellschaft rechtfertigen.
Kritiker warnen schon lange vor einer „TikTokisierung des Islamismus“ und fordern härtere Maßnahmen gegen die Verbreitung von islamistischen Inhalten im Internet, so auch der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. Gegenüber Bild fordert er von der SPD-Bundesinnenministerin Nancy Faeser die Umsetzung von Maßnahmen, „um die islamistische Propaganda in Deutschland zu stoppen“.

Nancy Faeser bei der umstrittenen Islamkonferenz 2023. Kritiker werfen der Bundesinnenministerin vor, nicht hart genug gegen islamistische Entwicklungen durchzugreifen.
Islamverbände schweigen
Während das Attentat vom 31. Mai nicht nur bei deutschen Medien und Politikern für Empörung sorgte, sondern auch von internationalen Medienoutlets wie der englischen BBC, dem französischen France 24 oder dem US-Amerikanischen CBS News aufgegriffen wurde, scheint die Nachricht über den Angriff auf den Islamkritiker Michael Stürzenberger bei deutschen Islamverbänden untergegangen zu sein. Obwohl es mit dem Islamrat (IR), dem Zentralrat der Muslime (ZMD), dem Verband islamischer Kulturzentren (VIKZ) und DITIB gleich vier große Islamverbände in Deutschland gibt, hat bis jetzt nur der Verband der islamischen Kulturzentren eine Pressemitteilung zu dem Angriff verfasst, in der es unter anderem heißt:
„In diesen schweren Momenten möchten wir unser aufrichtiges Mitgefühl und unsere Solidarität mit der Polizei Mannheim, der Familie und den Angehörigen des verstorbenen Polizisten zum Ausdruck bringen.“
Die Messerattacke auf den Islamkritiker Michael Stürzenberger wird in der Pressemitteilung des Verbandes islamischer Kulturzentren mit keinem Wort erwähnt, stattdessen wird in dem Text dafür plädiert, dass „Hass und Gewalt keinen Platz in unserer Gesellschaft haben darf“. Von wem der Hass und die Gewalt in diesem Fall ausging, wird aus der Pressemitteilung des Verbandes islamischer Kulturzentren nicht ersichtlich.
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