Der Terroranschlag von Bondi Beach zeigt, was „globalize the intifada“ bedeutet
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Der Terroranschlag auf ein jüdisches Chanukka-Fest am weltberühmten Bondi Beach in Sydney ist kein isoliertes Verbrechen am anderen Ende der Welt. Der Anschlag ist eine Tat, die mantraartig von Extremisten beschworen wird. Unter „globalize the intifada“ ziehen Kommunisten und Islamisten durch die Straßen der zivilisierten Welt und rufen damit zum bewaffneten Kampf gegen Juden, Israel und den Westen auf. Welche Konsequenzen dieser Kampf haben kann, sah man am Sonntag in Australien.
Was in Sydney in Kugeln und Blut mündete, wird in Europa seit Langem rhetorisch vorbereitet. „Globalize the intifada“ ist kein Slogan für Protest, sondern der explizite Ausdruck eines gewalttätigen Aufstands gegen Juden in den Westen. Wer den Slogan ruft, ruft zur Tat. Die „Intifada“ steht hier für einen bewaffneten tödlichen Aufstand – zum Beispiel in Form einer Reihe von Terroranschlägen.

Zwei Täter: Naveed Akram (rechts) und sein Terror-Komplize
Das Milieu wird staatlich alimentiert
Währenddessen verharmlost und alimentiert Deutschland das Milieu, aus dem solcher Hass wächst. In Berlin fördert die öffentliche Hand ein sogenanntes „Unity Fest“, auf dem Israel von Landkarten getilgt wird, Kinder Palästina-Fahnen ausmalen und auf der Bühne behauptet wird, Muslime würden in Deutschland „aussortiert und massakriert“. Ausgerichtet von einem Verein, der mit Landesmitteln unterstützt wird, flankiert von zum Verkauf angebotenen T-Shirts, auf denen der jüdische Staat ausgelöscht ist. Das wird als Familienfest verkauft, als Dialog, als Jugendkultur. Tatsächlich ist es politische Propaganda, die antisemitische Narrative normalisiert und die Opferrolle ideologisch auflädt.
Auf NIUS-Anfrage zu den Kosten der Veranstaltung teilte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie nun mit: „Das Projekt ‚Unity Fest‘ wurde im Rahmen des Jugendbudgets des Programms „Stark gemacht! Jugenddemokratiefonds Berlin“ bewilligt. Hier entscheiden junge Menschen eigenverantwortlich über Vorhaben bis zu einer Höhe von 20.000 Euro.“

Ein Stand auf dem „Unity Fest“ verkaufte T-Shirts, auf denen Israel von der Landkarte getilgt ist.
Parallel dazu agiert der Rechtsstaat – die Zahlen sind eindeutig. 99 Prozent der Verfahren des Generalbundesanwalts richten sich gegen Islamismus oder auslandsbezogenen Extremismus. In der ersten Jahreshälfte 2025 wurden 146 Verfahren eingeleitet, 144 davon mit migrationsbezogenem Hintergrund. 84 Verfahren betrafen islamistischen Terrorismus, 60 auslandsbezogenen Extremismus.
Dass der Bund nun die Islamismusprävention neu aufstellt, ist überfällig. Ein Beraterkreis mit sicherheitspolitischer und wissenschaftlicher Expertise soll das „schleichende Gift der Ideologie“ bekämpfen, nicht nur die bereits eskalierte Gewalt. Doch selbst dieser Schritt stößt auf Widerstand. Von „Generalverdacht“ ist die Rede, von „Stigmatisierung“. Kritiker verengen die Debatte bewusst auf Identitätspolitik und behaupten, jede Benennung des politischen Islam sei rassistisch. Genau diese Strategie lähmt Prävention, delegitimiert Kritik und schafft Schutzräume für Ideologen.
Radikalisierung steigt, um „für die Interessen von Muslimen“ zu kämpfen
Die Forschung zeichnet ein düsteres Bild. Laut einer Studie der Forschungsstelle Islam und Politik der Universität Münster weist etwa jeder fünfte Muslim mit Migrationshintergrund in Deutschland eine emotionale Verfassung auf, die Radikalisierung fördern könnte. Unter der Leitung des islamischen Theologen Mouhanad Khorchide wurde ermittelt, dass bei einer geschätzten Gesamtzahl von 5,3 bis 5,6 Millionen Muslimen in Deutschland über eine Million Menschen betroffen sein könnten.
Die Studie definiert diese Gefühlslage als „Ressentiment“, also eine Mischung aus tiefer Kränkung in der eigenen Weltanschauung, starken antiwestlichen oder antisemitischen Feindbildern und geringer Kritikfähigkeit. In einer repräsentativen Umfrage zwischen Juli 2023 und April 2024 unter 1.887 Muslimen mit Migrationshintergrund stuften die Forscher 19,9 Prozent der Befragten als Teil dieser ressentimentgeladenen Gruppe ein.
Ein Großteil dieser „Ressentiment“-Gruppe unterstützt Aussagen, dass der Islam „die einzige und letztgültige politische Autorität“ sein sollte oder dass die Scharia „viel besser als die deutschen Gesetze“ sei. Jeder Dritte dieser Gruppe befürwortet Gewalt als Reaktion auf vermeintliches Unrecht, was deutschlandweit über 300.000 Menschen entsprechen würde. Etwa jeder Zehnte der Gruppe wäre bereit, selbst Gewalt einzusetzen, um „für die Interessen von Muslimen“ zu kämpfen – das wären rund 100.000 Personen.
Zwischen Terror von außen und ideologischer Nachzucht im Inneren entsteht ein gefährlicher Kreislauf. Wer aufruft, „Intifada“ globalisieren zu wollen, fordert Terror weltweit. Wer solche Parolen toleriert, trägt Mitverantwortung für die Folgen.
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