Deutschland schiebt verurteilten ISIS-Terroristen nicht nach Syrien ab – stattdessen versetzt er ein bayrisches Dorf in Angst und Schrecken
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In Tirschenreuth lebt ein als „enorm gefährlich“ eingestufter und vorbestrafter syrischer IS-Anhänger. Wie das Magazin „Quer“ des Bayerischen Rundfunks (BR) berichtet, kann der 36-jährige Abdulhadi B. wegen der Kriegsbedingungen in Syrien nicht abgeschoben werden, obwohl er ausreisepflichtig ist.
Bei dem Problemfall handelt es sich um den Syrer Abdulhadi B. Dieser kam vor zwölf Jahren über ein Studentenvisum für das Medizinstudium nach Deutschland. 2018 wurde er zu fünf Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt, weil er in Syrien Menschen zu Selbstmordattentaten animiert hatte. Nach seiner Haftentlassung 2022 hätte er eigentlich die Bundesrepublik verlassen sollen. Außerdem soll er den Sohn seiner ehemaligen Lebensgefährtin als IS-Kämpfer „trainiert“ haben, wie Focus berichtet. Bei den Ermittlungen wurden Bombenbauanleitungen und ein Bekennervideo auf seinem Handy entdeckt. Weil die Ausweisung aber scheiterte, wurde er stattdessen in die Oberpfalz verlegt. Ursprünglich lebte er in Würzburg, wo er Medizin studierte.

Die Gemeinde Tirschenreuth: eigentlich ein idyllisches Fleckchen in Bayern.
„Aus Gründen der inneren Sicherheit“, erklärte Barbara Freymüller, stellvertretende Sprecherin des Landesamts für Asyl und Rückführungen, gegenüber dem Oberpfalz Echo, wurde Abdulhadi B. nach Tirschenreuth verlegt. Dort steht er unter strenger Beobachtung: Er muss sich zweimal täglich bei der Polizei melden, trägt eine elektronische Fußfessel und darf keine internetfähigen Geräte besitzen.
Ein Gutachten des Bayerischen Landeskriminalamtes aus dem Jahr 2021 bestätigte, dass Abdulhadi B. weiterhin extremistische Ideologien verfolgt und keine Reue zeigen soll. Er habe zudem mehrfach den Wunsch geäußert, einen Anschlag auf eine Synagoge in Berlin zu verüben.
Die Behörden hoffen, dass die Wohnsitzauflage in Tirschenreuth ihn von extremistischen Netzwerken isoliert. Die Überwachung in der Gemeinschaftsunterkunft sei besser umsetzbar, und der eingeschränkte Zugang zu Kommunikationsmitteln, besonders dem Internet, soll verhindern, dass er erneut Kontakt zu IS-Anhängern aufnimmt oder Propaganda verbreitet.
Nun hat der Bayerische Rundfunk einen Videobeitrag veröffentlicht, der schildert, wie die kleine Stadt Tirschenreuth in Angst und Schrecken versetzt wird. Die Bürger empfinden den Mann als „tickende Zeitbombe“ und plädieren dafür, ihn „abzuschieben“. Eine Frau schildert, dass sie so sehr in Angst lebe, dass sie nicht mehr ihre Wohnung verlassen wolle. Und eine Mitarbeiterin der Seniorenhilfe kommt zu dem Schluss: „Das ist wirklich tragisch, dass so ein Mensch bei uns sein darf.“
Schauen Sie den ganzen Beitrag des BR hier:
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