Die Bundesregierung finanziert Hassparolen gegen Frauen
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Der Bundesverband Trans* veröffentlichte eine Broschüre mit dem Titel „Was sind TERFs? Oder: Warum manche Strömungen des Feminismus nicht für alle Frauen kämpfen“. Bei dieser Broschüre handelt es sich um eine Anleitung, wie man Frauenrechtlerinnen zu begegnen hat, die noch davon überzeugt sind, dass es nur zwei Geschlechter gibt. TERFs sind jene Frauenrechtlerinnen, die Männer in Frauenkleidung nicht für Frauen halten.
TERF steht für „Trans excluding radical feminist“, übersetzt bedeutet das: Trans-ausschließende Radikalfeministinnen. In der veröffentlichten Broschüre, die erklären will, wie man eben jene Feministinnen einzuordnen hat, findet sich keineswegs ein produktiver Diskurs, vielmehr werden Frauen, die sich für biologisch echte Frauen einsetzen und die sich weigern, Transfrauen (also Männer) als Frauen zu akzeptieren, systematisch zu Menschenfeinden erklärt und als „rechts“ diskreditiert. Finanziert wird das Ganze über das Bundesförderprogramm „Demokratie leben!“, bedeutet: mit dem Steuergeld des Bürgers.
Der Begriff TERF wird von vielen Feministinnen als Beleidigung empfunden – aus Gründen der einheitlichen Formulierung wird der Begriff in diesem Artikel dennoch verwendet.

Das Deckblatt der Broschüre
In der Broschüre findet sich folgende Klarstellung: „Der Bundesverband Trans* ist Bestandteil des Kompetenznetzwerks Homosexuellen- und Trans*feindlichkeit, welches durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!‘ gefördert wird. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autor*innen die Verantwortung.“
Damit macht es sich das Familienministerium leicht – frauenfeindliche Aussagen werden zwar finanziert und publiziert, aber keinerlei Verantwortung übernommen.
Aus dem Finanzbericht des Bundesverband Trans*, zu finden auf dessen Homepage, geht hervor, dass der Verein allein im Jahr 2021 die stolze Summe von 386.700,00 Euro vom Familienministerium – bzw. vom Steuerzahler – erhielt. 32.591,02 Euro von der Techniker Krankenkasse. Auch die Dirk Rossmann GmbH, SodaStream GmbH und die Deutsche Telekom AG gehören zu den Geldgebern des Vereins.

Was genau ist an TERFs „transfeindlich“?
Der Vorwurf der „Transfeindlichkeit“ wird begründet durch das Festhalten dieser Gruppe an biologischen Gegebenheiten. In der Broschüre heißt es: „TERFs behaupten, gegen stereotype Geschlechterrollen zu kämpfen, tragen aber direkt oder indirekt zur Verfestigung geschlechtlicher Stereotype bei und zementieren dabei den Glauben an eine biologische Grundlage des Zweigeschlechtermodells.“
In einem X-Thread kommentiert die Biologin und Frauenrechtlerin Marie-Luise Vollbrecht dieses Passus mit: „Die biologische Zweigeschlechtlichkeit ist eine Tatsache und kein Glaube. Das ist anscheinend immer noch nicht angekommen. Davon auszugehen, dass etwas, dass evident nachgewiesen werden kann, nicht existiert, ist ein Glaube“. Sie ergänzt: „Geschlecht ist ein angeborener Zustand. (Radikal) Feminismus geht davon aus, dass der Zustand weiblich zu sein Grund für Gewalt und Ungleichstellung von Frauen ist. Weiblich sein führt zu selektiven Abtreibungen, Genitalverstümmelungen, Zwangsheirat, Unterdrückung und Gewalt.“
In der Broschüre wirft man den Frauenrechtlerinnen unter anderem vor, dass für sie „körperliche Eigenschaften einer Person zum wichtigsten Merkmal werden“. Man wirft ihnen also ganz konkret vor, dass sie sich lediglich an biologische Gegebenheiten bzw. dem Geschlechtsorgan orientieren, wenn sie das Geschlecht eines Menschen bestimmen. Zudem wirft man ihnen die „Leugnung der Nicht-Binarität von Geschlecht“ vor.
Männer in Frauenschutzräumen
In der Broschüre wird kritisiert, dass Transfrauen (also Männer) und nicht-binäre Personen aus Frauenschutzräumen ausgeschlossen werden. Dass die sogenannten TERFs auch weiterhin möchten, dass Frauenschutzräume den Frauen vorbehalten werden sollen, wird ihnen so zum Vorwurf gemacht: „Geschlechtsspezifische Schutzräume wie Toiletten, Umkleiden oder auch Schutzhäuser wurden eingerichtet, um Frauen vor Gewalt durch Männer zu schützen. TERFs denken bzw. argumentieren, sie kämpfen für den Erhalt dieser Schutzräume, indem sie den Ausschluss von trans* Personen und insbesondere trans* Frauen fordern.“
Nach der Logik der TERFs, so die Broschüre, „stehen Frauenschutzräume allen Frauen offen, nur eben nicht Männern, die nach dieser Logik auch nicht von Frauenfeindlichkeit betroffen sind.“
Frauenrechtlerin Marie-Luise Vollbrecht sagt dazu: „Sexismus können beide Geschlechter erfahren, Sexismus ist nicht die Voraussetzung für die Aufnahme in einen Frauenraum. Personen, die einen Penis haben und sich gegen den Widerstand von Frauen, die Angst vor ihnen haben und sich unwohl fühlen, Zugang zu deren geschützten Räumen verschaffen, ungeachtet der Gefühle anwesender Frauen, weil sie dadurch Validierung gewinnen, verhalten sich wie Männer.“

Frauen gehören aufs Frauen-WC, Männer gehören aufs Männer-WC. TERFs finden, dass „Transfrauen“ ebenfalls aufs Männer-WC gehören.
Das Eindringen von Transfrauen (also Männern) in Frauenschutzräume wird seitens des Transverbands durch das Argument relativiert, dass auch gewöhnliche Männer in Frauenschutzräume eindringen könnten. Das ist ein mehr als fragwürdiges Argument, betrachtet man die ganz normal ablehnende Reaktion von Frauen auf einen Mann in jeglichen Frauenräumen, ob nun Damentoilette oder Umkleide. Männer wissen, dass sie nicht dorthin gehören, Transfrauen wissen es auch, aber tun so als gehörten sie dorthin.
Die Biologin beschreibt treffend den Wunsch der meisten Frauen: „Ich möchte nicht gezwungen werden, mir einen Umkleideraum mit einer Penisperson zu teilen und außerdem will ich keine Religion aufgedrückt bekommen.“
Kein linkes Projekt kommt ohne die „Nazikeule“ aus
Der Vorwurf des „rechten“ Gedankenguts ist ein klassisches Werkzeug der Linken. Dadurch möchte man einen inhaltlichen Zusammenhang nicht-linker Meinungen mit dem Rechtsextremismus und im besten Fall Nationalsozialismus herstellen. Das NS-Regime steht (berechtigterweise) für das ultimative Böse, wer damit assoziiert wird, verdient keinen „demokratischen“ Diskurs und darf angegangen werden – zumindest lautet so die Logik der linken Debattenkultur.
Auch in der Broschüre wird dieser Trick angewandt: „Obwohl TERFs sich feministischer Konzepte und Rhetorik bedienen, sind sie im Wesentlichen nur Teil einer breiteren konservativen Bewegung (...) Hierbei nutzen TERFs bewusst oder unbewusst häufig Argumentationslinien und Begriffe (...) des rechtskonservativen, rechtsextremen oder antifeministischen Spektrums.“
Echte Frauenrechtlerinnen werden nicht nur mit Konservatismus in Verbindung gebracht – sondern auch mit dem Rechtsextremismus, also verfassungsfeindlichem rechten Gedankengut.
„Konsequenterweise sollten TERFs als trans*feindliche Aktivist*innen verstanden werden und nicht als Vertreter*innen einer bestimmten Form von Feminismus“, so die Broschüre. Bedeutet: Frauen, die sich für Frauen einsetzen statt für Männer im Frauenkleid, sollten nicht als Frauenrechtlerinnen betrachtet werden.

Ein klassisches Werkzeug der Linken: Jede nicht-linke Meinung wird in das rechtsextreme Lager gerückt – dabei wird auch oftmals das NS-Regime relativiert.
Der Bundesverband Trans* setzt sich auch für Pubertätsblocker und OPs für Minderjährige ein
Über die TERF-Debatte hinaus versucht der Verband regelmäßig auf die Lebensrealität von kleinen Kindern Einfluss zu nehmen. So fordert er in weiteren Aufklärungsbroschüren für Eltern von Trans-Kindern, dass man präpubertäre Kinder mit Pubertätsblockern behandeln sollte. Ärzte und Eltern, die sich gegen eine solche Behandlung stellen, bezeichnet der Verband als „homophob“.
Auf der Online-Veranstaltung „Selbstbestimmung bei minderjährigen trans* Personen“ fordert der Verband, dass man Eltern von minderjährigen Kindern das Sorgerecht entziehen sollte, falls sie sich der Transition ihres Kindes in den Weg stellen.
Eine Altersgrenze für geschlechtsangleichende Operationen bei Minderjährigen lehnt der Verband ab. Das bedeutet: Der Verband kämpft dafür, dass man Brust- und Genital-OPs schon bei 8-jährigen Kindern vornehmen kann. Empfohlen wurde diese Veranstaltung von dem Demokratie-leben-Portal „Vielfalt Mediathek“.
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