Die Eis-Krise: In einer Kugel zeigt sich, was in Deutschland nicht stimmt
Ein Beitrag von
Ein Kommentar
In den vergangenen Tagen ging es schon öfter um schöne Dinge, die uns auf einmal verwehrt werden: Wir können unser Freibad nicht mehr betreten, weil es geschlossen ist oder wir beim Besuch Angst um Leib und Leben haben müssen. Oder uns wird der lang ersehnte Urlaub verdorben, weil irgendwelche Weltverbesserer glauben, uns das Fliegen verbieten zu dürfen. Der Staat wendet einfach seine Gesetze nicht oder nicht richtig an.
Am Freitag war bei NIUS dann zu lesen, dass 75 Prozent der Deutschen beim Eis sparen müssen. Und bei jeder Kugel überlegen, ob sie sie sich noch leisten können.
Die Eiskugel-Krise. Anders als bei Freibädern oder Urlaub geht es hier nicht um fehlende Strafen und offensichtliche Versäumnisse der Behörden. Hier geht es um mehr. Sicher: Dass am Monatsende immer mehr im Portemonnaie fehlt, ist auf gestiegene Preise aufgrund steigender Inflation zurückzuführen. Horrende Rohstoffkosten, Energieknappheit, insgesamt steigende Kosten für Unternehmen, die mit steigenden Kosten für Güter und Dienstleistungen reagieren. Verstanden.
Aber eine Kugel Eis? Gibt es denn gar nichts, was vor der Preisspirale sicher ist? Vor nicht all zu langer Zeit gab es eine Kugel Waldmeister noch für 50 Cent, heute ist die Waffel Stracciatella oft nicht unter 2 Euro zu haben.

Neue Studie über den Eis-Konsum der Deutschen
Im Kleinen zeigt sich, was im Großen nicht stimmt. Die Verteuerung dieses Kinder-Vergnügens ist ein Spiegel dessen, was uns täglich begegnet. Ohne Murren zahlen wir im Supermarkt doppelte Käse-Preise. Ohne Käse geht es aber nicht. An der Wursttheke stockt einem der Atem. Aber ohne Salamibrot gehen die Kinder nicht in die Schule.
Und da sprechen wir nicht vom Wiener Schnitzel, für das man inzwischen im Restaurant leicht 25 Euro zahlen muss. Essengehen war schon immer Luxus. Es geht um Kleinigkeiten, die sich summieren – und irgendwann den Rahmen dessen sprengen, was man sich gerade noch leisten konnte.
Wer ist für diese Krise verantwortlich? Verantwortlich dafür, dass ein Familienvater seiner vierköpfigen Familie nicht einmal mehr die kleinsten Freuden gönnen kann?

Am Eis zeigt sich, was in Deutschland schief läuft
Wenn wir äußere Einflüsse auch nur wenig beeinflussen können (die durch Putins Einmarsch in der Ukraine entstanden sind oder durch den Handelskrieg des Westens mit China): Hierzulande ist es die Politik des billigen Geldes und die organisierte Verantwortungslosigkeit, die führende Ökonomen als Hauptgrund der Krise ausmachen.
Ein Wirtschaftsministerium unter Führung eines gelernten Philosophen, der an diesen Kernthemen nicht rüttelt, wird bei der Lösung nicht helfen können. Es ist schlicht überfordert.
Vielleicht sollte man den Verantwortlichen das Problem anhand der „Eiskugel-Krise“ vor Augen führen. Vielleicht verstehen sie dann.
Mehr NIUS:
Erste islamische Fakultät Europas in Münster gegründet
Vor einer Woche wurde es fertig: Unbekannte beschmieren Ludwig-II.-Denkmal
Party-Patriotismus zur WM: „Deutschlandflaggen sind hier verboten“
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Mehr NIUS:
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Burgerladen wird angefeindet, weil er kein Halal-Fleisch verkauft
„Du schreibst zum Beispiel auch mehr Hassmails bei Hitze“: Moderator Eckart von Hirschhausen drückt der WM seine Klima-Agenda auf
Weil sie Araber und Türken als „größte Gefahr” für Juden bezeichnete: Kölner Theater sagt Auftritt von Autorin Mirna Funk ab
Jan David Sutthoff
Artikel teilen
Kommentare