Eindeutige Umfrage: 93 Prozent sprechen sich für Abschiebungen nach Afghanistan aus
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Diese Zahlen sind eindeutig: 93 Prozent der Deutschen sprechen sich für Abschiebungen nach Afghanistan aus. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für BILD hervor. Nur drei Prozent der Befragten sind gegen Ausweisungen in das Land, das von der Taliban regiert werden.
Demnach sprechen sich 52 Prozent der Deutschen dafür aus, dass alle Asylbewerber, deren Antrag auf Asyl abgelehnt wurde, nach Afghanistan zurückgeführt werden. 41 Prozent sagen, dass Schwerkriminelle und terroristische Gefährder abgeschoben werden sollten.
Die Debatte um Abschiebungen nach Afghanistan hat nach dem islamistisch motivierten Messerangreif von Mannheim an Fahrt aufgenommen. Zudem sprach sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in einer Rede vor dem Deutschen Bundestag dafür aus, „Schwerstkriminelle“ nach Afghanistan abzuschieben. Auch Vertreter von Union und AfD plädierten für konsequentere Rückführen.
Am Freitag zeigten sich die Machthaber der Taliban offen, abgelehnte Asylbewerber aus Deutschland wieder aufzunehmen. In einer vom afghanischen Außenministerium veröffentlichten Botschaft hieß es, man „hoffe“, dass Deutschland und Afghanistan „auf diplomatischem Wege zusammenkommen können, um die Rechte von Bürgern so zu sichern, dass afghanische Nationalbürger kein ungewisses Schicksal erleiden“.

Vertreter der Taliban zeigen sich offen für diplomatische Gespräche im Zusammenhang mit der Rückführung afghanischer Staatsbürger.
Offiziell hat Deutschland seit der Machtübernahme der Taliban 2021 einen Abschiebestopp für Afghanen durchgesetzt. Dabei sprechen sich vor allem Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und das Auswärtige Amt dafür aus, keine Zusammenarbeit mit den islamistischen Taliban zu betreiben, um Abschiebungen durchzusetzen. „Etwaige Rückführungen werden sich die Taliban mindestens durch internationale Anerkennung bezahlen lassen wollen“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. „Und es ist nun mal Fakt, dass die Bundesregierung die De-facto-Regierung der Taliban in Afghanistan, genau wie jedes andere Land der Welt, nicht anerkennt und nicht mit ihr zusammenarbeitet.“

Steht Abschiebungen nach Afghanistan kritisch gegenüber: Annalena Baerbock.
Um Ortskräfte auszufliegen, setzt Baerbock dabei seit ihrem Amtsantritt das Programm „Kabul Luftbrücke“ durch. Vertreter der Botschaft in Pakistan und Mitarbeiter des Innenministeriums hatten dabei Zweifel im Zusammenhang mit der inneren Sicherheit angemeldet, wie Recherchen des Cicero gezeigt haben.
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