Empörung in NRW: Kita-Neubau fällt aus, weil Flüchtlinge das Grundstück brauchen
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- In Remscheid soll eine Kita neu gebaut werden.
- Die Pläne dafür stehen bereits seit 2,5 Jahren fest.
- Doch weil die Bestandsgebäude noch mit Flüchtlingen belegt sind, kann der Bau nicht starten.
Vor zweieinhalb Jahren stellte Barbara Reul-Nocke, Ordnungsdezernentin von Remscheid, Pläne für einen Neubau der städtischen Gebäude Klauser Delle 6 und 8 vor. Diese aktuell beherbergen eine Caritas-Kindertagesstätte und dienen zusätzlich als Flüchtlingsunterkunft.
Der Neubau sollte nicht nur die Lebensbedingungen der Bewohner verbessern und die Energiekosten reduzieren, sondern auch doppelt so viele Kita-Plätze und moderne Räumlichkeiten für die Kinder schaffen.
Die geschätzten Kosten von etwa 11,4 Millionen Euro sind im städtischen Investitionsplan vorgesehen, doch an den Neubau und Abriss der Häuser sei im Moment nicht zu denken, so Barbara Reul-Nocke im Gespräch mit dem Remscheider General Anzeiger (RGA).

In den Häusern in der Klauser Delle 6 - 8 leben aktuell 80 Flüchtlinge.
Wegen hoher Flüchtlingszahlen kann KITA-Neubau nicht stattfinden
In der aktuellen Situation ist ein Abriss der Gebäude nicht möglich, obwohl die Finanzmittel vorhanden sind. Die wöchentlichen Zuweisungen von 40 Flüchtlingen machen es unmöglich, auf die bestehende Unterkunft zu verzichten, so die Ordnungsdezernentin gegenüber RGA.
Heißt: Weil weiterhin so viele Flüchtlinge kommen, kann auf keinen Platz verzichtet werden. Egal, wie weit im Voraus geplant wurde. Auch die Gebäude, die eigentlich abgerissen werden sollten und für einen Neubau weichen, bleiben erstmal bestehen – nach dem Prinzip: Besser erstmal ein altes Dach als temporär gar kein Dach.

Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke
Insgesamt lebten Mitte November mehr als 4300 Geflüchtete in Remscheid, über 1400 davon in städtischen Unterkünften und die Zahlen steigen weiter, wie es aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung hervorgeht. Die Ordnungsdezernentin betont, dass die geplante Baumaßnahme aufgrund der aktuellen Situation nicht durchführbar ist und es keine Anzeichen für eine Veränderung bis 2024 gibt.
Ursprünglich war der Neubau für 2025 geplant, als die Flüchtlingszahlen im Jahr 2021 im Vergleich zu den Höchstständen von 2015 deutlich gesunken waren.
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