Es könnte laut werden! Heute ist bundesweiter Warntag
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- Einmal im Jahr testet der Bund alle Warnkanäle.
- Sie sollen im Ernstfall genutzt werden, um die Bevölkerung über drohende Gefahren zu informieren.
- Mancherorts könnte es dann richtig laut werden.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Warntag:
Was passiert am Warntag?
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) löst eine Warnung aus. Die geht an alle Nutzer von Warn-Apps wie Nina oder Katwarn. Außerdem erhalten Menschen, die moderne Handys verwenden, über das sogenannte Cell Broadcast System eine automatische Benachrichtigung, die von einem lauten Ton angekündigt wird.
Gewarnt wird auch in Radio und Fernsehen sowie auf den Informationstafeln der Städte, auf denen sonst beispielsweise Staus angezeigt oder zum vorsichtigen Fahren aufgerufen wird. An vielen Orten werden zusätzlich die Sirenen schrillen. Gewarnt wird ebenfalls bei der Deutschen Bahn. Auch Funkamateure in Niedersachsen wollen mitmachen. Sie wollen zeigen, welchen wichtigen Dienst sie mit ihren batteriebetriebenen Geräten erbringen können, wenn einmal in größeren Gebieten der Strom ausfallen sollte.

Am Warntag schrillen Millionen Handys in der Bundesrepublik.
Warum wird jetzt schon wieder gewarnt?
Der Bund testet die Warnkanäle einmal pro Jahr, immer am zweiten Donnerstag im September. Im vergangenen Jahr war der bundesweite Warntag allerdings auf den 8. Dezember gelegt worden, weil man mit dem Cell-Broadcast-System noch nicht so weit war. Die Bevölkerungsschützer fanden es damals aber wichtig, dieses erstmals verfügbare Warnmittel bei dem Test auch dabei zu haben.
Was muss ich tun?
Nichts. Wer aber aktiv dazu beitragen will, dass der Test möglichst lebensnah ist, kann zusätzlich Angehörige und Freunde informieren, die vielleicht - etwa weil sie kein Mobiltelefon nutzen - keine Warnung erhalten haben. Außerdem freut sich das BBK über eine Rückmeldung. Das Bundesamt in Bonn will nämlich auch dieses Mal wieder über eine Online-Umfrage herausfinden, wie viele Menschen über welchen Kanal eine Warnung erhalten haben
Um wie viel Uhr wird gewarnt und für wie lange?
Los geht es um 11 Uhr. Da die Sirenen von den Leitstellen der Kommunen ausgelöst werden, kann es jedoch sein, dass die Sirenen an manchen Orten erst etwas später schrillen. Die Entwarnung soll dann um 11.45 Uhr kommen. Über Cell Broadcast wird allerdings keine Entwarnung verschickt.
Warum habe ich beim letzten Warntag keine Sirene gehört?
Sirenen gibt es in Deutschland nicht überall, weil man vielerorts nach dem Ende des Kalten Krieges dachte, die brauche man nicht mehr. Auch weil viele Katastrophenschützer glaubten, Warnungen per Handynetz seien ausreichend. Inzwischen hat da ein Umdenken stattgefunden, weshalb wieder neue Sirenen aufgestellt und alte Sirenen repariert werden. Denn das Handynetz kann lokal ausfallen, etwa wenn Hochwasser Funkmasten zerstört. Die Teilnahme am bundesweiten Warntag ist für Länder und Kommunen freiwillig. Sie können also selbst entscheiden, ob sie auf den Knopf drücken, um die Sirenen auszulösen, wenn die Warnung vom BBK in ihrer Leitstelle ankommt.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz will Zugriff auf alle Sirenen im Land, hier ein Exemplar am Stadtrand von Heidelberg.
Welche Sirenen-Töne gibt es?
Der auf- und abschwellende Heulton bedeutet immer: Vorsicht, Gefahr! Die Entwarnung wird durch einen einminütigen Dauerton angezeigt. Wer im Katastrophen- oder Angriffsfall den Heulton hört, sollte sein Radio oder den Fernseher einschalten, beziehungsweise auf anderen Wegen nach zusätzlichen Informationen suchen. Moderne Sirenen, über die auch Sprachsignale verschickt werden können, sind noch sehr selten. Die Kommunen als Betreiber der Sirenennetze verwenden teilweise für andere Ereignisse zusätzlich eigene Signale, etwa um bei einem Brand die Angehörigen der örtlichen Feuerwehr zusammenzutrommeln. Laut Bevölkerungsschutz-Amt verabschieden sich allerdings immer mehr Kommunen davon, die Sirenen für die Alarmierung der Feuerwehr zu nutzen. BBK-Präsident Ralph Tiesler findet das gut. Er sagt: „Damit ist für die Bevölkerung dann klar, dass es um eine Warnung geht, wenn sie den Sirenenton hören.”
Wovor wird im Ernstfall gewarnt?
Vor einem plötzlich eintretenden Ereignis. Solche Ereignisse können Unwetter, Feuer, Flut oder ein militärischer Angriff sein.
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